Der Lichtschein aus dem Inneren trog: Die Post am Postplatz war am Montagmorgen überraschend geschlossen. © Reinhard Schmitz
Post Schwerte

Mitten im Weihnachtsgeschäft: Post am Postplatz plötzlich geschlossen

Vor verschlossener Glaswand standen Kunden am Montagmorgen in der Schwerter Hauptpost. „Bis auf weiteres“ sei die Post aus betrieblichen Gründen geschlossen, informierte ein Zettel.

Mit warmem Gelb lockte das Licht aus den Fenstern am Postplatz. So, wie es immer ist, wenn hinter den Scheiben die Post-Mitarbeiter eifrig Pakete annehmen, Briefmarken verkaufen oder Geld auszahlen. Doch dieser Schein trog am Montagmorgen (14.12.). Wer die Treppen zur Schalterhalle hochging, stand plötzlich vor der verschlossenen Glas-Schiebewand.

„Aus betrieblichen Gründen“ sei die Filiale – die offiziell als Postbank-Finanzcenter firmiert – „bis auf weiteres geschlossen“, informierte ein mit der Hand geschriebener Aushang. Von einer Plastikhülle geschützt, war der offensichtlich eilig angefertigte Zettel mit Tesafilm an die Scheibe angeklebt worden.

Am Nachmittag sollte die Post schon wieder geöffnet werden

„Die Filiale ist aufgrund eines kurzfristigen Personalausfalls durch die Erkrankung eines Mitarbeiters heute Vormittag geschlossen“, erklärte Oliver Rittmaier, Pressesprecher der Postbank (Bonn), am Montagmittag auf Anfrage. Und konnte gleich eine gute Nachricht hinzufügen. Denn das „bis auf weiteres“ sollte nicht mehr lange dauern: „Ab 14 Uhr ist wieder geöffnet.“ Der Selbstbedienungsbereich und die Postfachanlage könnten dann wie gewohnt genutzt werden.

An der Glastür vor den Schaltern informierte ein handgeschriebener Zettel über die Schließung der Post am Postplatz.
An der Glastür vor den Schaltern informierte ein handgeschriebener Zettel über die Schließung der Post am Postplatz. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Personalausfälle – so der Sprecher weiter – könnten unter Normalbedingungen oft durch den Einsatz von „Springern“ oder von Mitarbeiter aus anderen Filialen aufgefangen werden: „Dies ist derzeit wegen des erhöhten Infektionsrisikos nur mehr eingeschränkt möglich.“ In vielen Filialen werde mit sogenannten Split-Teams gearbeitet, die untereinander keinen Kontakt haben dürfen. Dadurch solle im Fall einer Corona-Infektion vermieden werden, dass die gesamte Belegschaft einer Filiale in Quarantäne geschickt werden muss.

Am Dienstagnachmittag (15.12.) ist wegen Betriebsversammlung dicht

„Dies hat leider auch Auswirkungen auf die Möglichkeit, im Fall einer anderen Erkrankung kurzfristig eine Vertretung zu organisieren“, erklärt Oliver Rittmaier. Daher könne es in Einzelfällen zu einer vorübergehenden Schließung einer Filiale kommen. Denn dort müsse man aus Sicherheitsgründen jederzeit das Vier-Augen-Prinzip gewährleisten, beispielsweise an der Kasse oder bei der Paketverwahrung.

Einen Zusammenhang mit der Halbtages-Schließung am Dienstag (15. Dezember), die per Aushang schon seit Tagen für die Zeit von 14 bis 18 Uhr angekündigt wird, gibt es nicht. Hier führt der Betriebsrat eine Betriebsversammlung für die Mitarbeiter durch.

Deren Zeitpunkt und Dauer – so der Sprecher – lege der Betriebsrat fest. Die Postbank habe darauf keinen Einfluss. Das Unternehmen sei gesetzlich verpflichtet, seinen Beschäftigten die Teilnahme auch während der Arbeitszeit zu ermöglichen.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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