Mobile Obstpresse: Apfelsaft bald auch im Eierautomaten zu kaufen

mlzApfelsaft ab Hof

Saft aus den eigenen Äpfeln schmeckt am besten, dachten sich viele Schwerter und kamen zur mobilen Obstpresse auf den Hof Junge. Der Andrang war so groß, dass schon ein zweiter Termin steht.

Ergste

, 20.09.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Meteorologischer Herbst ist bereits, das sieht man nicht nur an den fallenden Blättern und den kühleren Abenden, sondern auch an den vielen reifen Äpfeln, die derzeit überall an den Bäumen hängen.

Die konnte man am Montag, 14. September, zu Hof Junge bringen, dort stand die mobile Obstpresse „Obst-auf-Rädern“. Heraus kam der goldene Saft, der in 5-Liter-Behältern abgefüllt wurde.

Apfelpresse aus dem Sauerland

Am Vormittag hatte Matthias Junge (33) die Obstpresse für den Eigenbedarf bestellt, „aber nachmittags ab 13 Uhr war ein offener Termin, für alle, weil wir für einen ganzen Tag nicht genug Äpfel haben“, sagt Matthias Junge.

Michael Breitsprecher von „Obst-auf-Rädern“ aus Balve.

Michael Breitsprecher von „Obst-auf-Rädern“ aus Balve. © Laura Schulz-Gahmen

Der Familienvater hat die mobile Apfelpresse aus dem Sauerland bestellt. „Wir haben in den letzten Jahren immer Apfelsaft pressen lassen, aber an einem Standort in Iserlohn, wo auch eine mobile Apfelpresse stand“, sagt der 33-Jährige.

Aber wie ensteht der Saft genau?

Zuerst werden die Äpfel in eine Waschmaschine gegeben. Danach werden sie zerkleinert und landen auf der Packpresse. Der Saft, der aus der Maische gepresst wird, geht weiter zum Pasteur.

Vom Apfel zum Apfelsaft geht es durch die Presse. Auch die Maische wird noch verwendet.

Vom Apfel zum Apfelsaft geht es durch die Presse. Auch die Maische wird noch verwendet. © Laura Schulz-Gahmen

Dort wird der Saft auf 80 Grad erhitzt und so haltbar gemacht. Das alles geschieht ohne Zusätze. Danach wird der Saft in Kunststoffschläuche abgefüllt und dieser wird in passende Pappkartons gesetzt. Über das Ventil, mit dem die Schläuche verschlossen werden, kann der Saft gezapft werden. Der Apfelsaft ist nach Anbruch noch mindestens sechs Wochen haltbar.

Saft bald auch im Eierautomaten

Normalerweise werde der Saft in 5-Liter-Gebinden abgefüllt. Die sind allerdings für die neue Verkaufsfläche zu groß. Familie Junge betreibt seit einiger Zeit einen Eierautomaten. Der leckere Saft soll also auch bald hier zu kaufen sein.

An der Thüner Wiese steht der Automat, der neben Eiern auch Milch, Käse und Joghurt beinhaltet. Nun sollen bald auch 3-Liter-Gebinde des Saftes aus Äpfeln von Hof Junge darin sein.

Apfelsaft ab Hof Junge von der mobilen Obstpresse aus dem Sauerland.

Apfelsaft ab Hof Junge von der mobilen Obstpresse aus dem Sauerland. © Laura Schulz-Gahmen

Bei dem Pressverfahren entsteht nicht nur der Saft, sondern auch Reste. Die werden übrigens nicht einfach entsorgt. „Die Apfelreste können als Zusatzfutter in der Rinder- und Schafhaltung verwendet werden“, sagt Matthias Junge. Für Schweine sind die Reste als Futter eher nicht geeignet, „deshalb arbeiten wir sie als Dünger auf unseren Feldern ein“, sagt der Schweinehalter.

Großer Andrang und neuer Termin

Grundsätzlich kann sich Matthias Junge vorstellen, die Aktion jährlich stattfinden zu lassen. Denn am Montagnachmittag sei der Andrang recht groß gewesen, so dass es zu Wartezeiten kam. Einige Anfragen mussten sogar abgelehnt werden.

Aber auch dafür hat Matthias Junge schon eine Lösung, denn der Landwirt hat einen zweiten Termin fix gemacht. Am 5. Oktober können Kunden den ganzen Tag zum Hof Junge kommen, dann steht die Obstpresse wieder dort.

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Pressen lassen können Kunden ihre Äpfel, wenn sie mindestens 50 Kilogramm mitbringen. Aber das geht nicht ohne Voranmeldung. Termine gibt es telefonisch unter 02373 3979540 und per E-Mail unter termin@obst-auf-raedern.de.

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