Mord am Hellweg auf 2021 verschoben: Was wird aus den Veranstaltungen?

Coronavirus

Das Kriminal-Festival „Mord am Hellweg X“ wird wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Einige Autoren haben bereits zugesagt. Für Schwerte ist allerdings noch einiges unklar.

Schwerte

, 03.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der englische Schriftsteller Ben Aaronovitch besuchte Schwerte, um im Rahmen der Reihe Mord am Hellweg für ein Buch zu recherchieren. Wird er auch 2021 am Festival teilnehmen?

Der englische Schriftsteller Ben Aaronovitch besuchte Schwerte, um im Rahmen der Reihe Mord am Hellweg für ein Buch zu recherchieren. Wird er auch 2021 am Festival teilnehmen? © Bernd Paulitschke

Es hat Krimigeschichte geschrieben, nun fällt es dem Coronavirus zum Opfer. Das Festival „Mord am Hellweg X“ legt pandemiebedingt eine Zwangspause ein und wird erst zwischen dem 18. September und 13. November 2021 nachgeholt.

Die Festivalleitung von „Mord am Hellweg“, der Kulturbereich der Kreisstadt Unna und das Westfälische Literaturbüro in Unna haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung, aktuell sei die Situation aber unberechenbar.

200 Lesungen, 400 Mitwirkende - das bedeutet für die Veranstalter einen langen Planungsvorlauf. Durch die derzeitigen Einschränkungen sei jetzt schon absehbar, dass viele Veranstaltungen nicht mehr so stattfinden könnten, wie es ursprünglich gedacht war. Deshalb habe man sich entschieden, das Festival ins kommende Jahr zu verschieben.

Abstandsregeln und Hygienevorschriften würden Atmosphäre ruinieren

„Im Herbst möglicherweise noch geltende Abstandsregeln würden in den Veranstaltungsräumen zu grotesken Atmosphären und fürs Festival zudem zu großen finanziellen Einbußen, wenn nicht gar Debakeln führen“, so die Festivalleitung.

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Deshalb arbeite man bereits unter Hochdruck daran, die Termine, die sich schon im Vorverkauf befinden, um genau ein Jahr zu verschieben. Für einige Veranstaltungen wurden bereits neue Termine für den Herbst 2021 in Aussicht genommen.

So haben unter anderem Jussi Adler-Olsen, Joe Bausch, Simon Beckett, Arne Dahl, Sebastian Fitzek, Fritz Eckenga oder Andreas Gruber, um nur einige zu nennen, bereits ihre Zusage gegeben, die mit ihnen geplanten Lesungen auf Herbst 2021 zu verschieben.

Finden die Lesungen mit Bestseller-Autor Ben Aaronovitch in Schwerte statt?

Ob auch der englische Autor Ben Aaronovitch, der für zwei Termine nach Schwerte kommen sollte, wieder teilnimmt, konnte das Kulturbüro noch nicht bestätigen. Man warte derzeit noch auf eine Rückmeldung. Mit der Zusage von Fritz Eckenga ist aber wahrscheinlich klar, dass Gäste der exklusiven Kurzgeschichte lauschen dürfen, die Aaronovitch für den 10. „Mord am Hellweg“-Krimiband verfasst hat und letztes Jahr in Schwerte recherchierte. Eckenga übernimmt den deutschen Lesepart.

Ebenso werden der von Sebastian Fitzek gestiftete und von „Mord am Hellweg“ organisierte „Viktor Crime Award“ sowie die Verleihung des Europäischen Preises für Kriminalliteratur verlegt. Das Erscheinen des Jubiläumsbandes „Mord am Hellweg X“ soll ebenfalls um Jahr verschoben werden. Das Gleiche gilt für die hochkarätig besetzte Tagung „Zur Ästhetik des Kriminalromans“, die nun vom 1. bis 3. Oktober 2021 stattfinden soll.

Bereits gekaufte Karten/Buchungen behalten ihre Gültigkeit, wenn die jeweilige Veranstaltung auf nächstes Jahr verlegt werden kann. Mehr Informationen werden nach und nach über die Webseite www.mordamhellweg.de sowie den Newsletter und die Social Media Kanäle des Festivals bekanntgegeben.

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