Mordversuch in Westhofen: Alibi soll überraschende Wende bringen

SCHWERTE Hat der Westhofener Postbetreiber ein Alibi für den Morgen des 6. Juni 2008, als seine Ehefrau im gemeinsamen Haus am Föhrenweg fast zu Tode geschlagen wurde? Eine überraschende Wende deutet sich möglicherweise im Prozess gegen den 41-Jährigen an, der des versuchten Mordes angeklagt ist.

von Von Reinhard Schmitz

, 19.03.2009, 21:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mordversuch in Westhofen: Alibi soll überraschende Wende bringen

Verteidiger Matthias Meier (rechts) mit seinem Mandanten im Hagener Schwurgerichtssaal.

"Wir wollen beweisen, dass er nicht der Täter war", erklärt der Anwalt, der ein akribisches Zeitgitter aufgebaut hat. Wer dann für die beinahe tödlichen Schläge verantwortlich gemacht werden könnte, ist eine Frage, die von der Staatsanwaltschaft beantwortet werden muss. Tiefer will sich Meier natürlich noch nicht in die Karten schauen lassen. Der Paukenschlag ist deshalb erst zu erwarten, wenn er den Beweisantrag voraussichtlich am Montag bei der Fortsetzung der Verhandlung einbringen wird.

"Mit Sicherheit" – so ist Meier überzeugt – kann der Prozess deshalb wohl nicht wie geplant am Dienstag nächster Woche mit einem Urteilsspruch enden. Der neunte Verhandlungstag am Donnerstag endete schon nach einer knappen Stunde. In erster Linie wurden an die Verfahrensbeteiligten Fotokopien-Stapel von Buchungen auf den Konten des Angeklagten ausgehändigt. Diese können bis zur nächsten Sitzung am Montag durchgearbeitet werden. 

Lesen Sie jetzt