Nach der Flut: Neues Heim für Retter gesucht

SCHWERTE Die Flutwelle auf der Lohbachstraße hat ungeahnte Folgen. Die Hallen des DRK-Gebäudes sind nicht zu retten. Sie müssen abgerissen werden.

von Von Heiko Mühlbauer

, 06.09.2007, 23:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Hallen sind nicht mehr zu retten, und das Hauptgebäude der DRK-Wache ist ebenfalls nur mit großem Aufwand noch zu sanieren.

Die Hallen sind nicht mehr zu retten, und das Hauptgebäude der DRK-Wache ist ebenfalls nur mit großem Aufwand noch zu sanieren.

Das wäre auch nach Einschätzung vom DRK-Vorsitzenden Heinrich Böckelühr die beste Wahl. „Allerdings kostet das richtig Moos“, so Böckelühr. Etwaige Versicherungsleistungen für das alte Gebäude dürfe man seriöserweise nicht in die Baufinanzierung mit einplanen, ergänzt Kolöchter. Und das kann der Kreisverband nicht alleine aufbringen. Schließlich ist man nicht der einzige Nutzer des Gebäudes. Neben der heimischen Rettungswache ist auch der medizinische Transportdienst hier angesiedelt. Und dessen Vertreter fehlten bei der Sitzung. „Entschuldigt“, wie Böckelühr betonte. Eine Entscheidung, ob und in wie weit sich die gemeinnützige Medizinische Transportdienst GmbH am Bau beteiligt, steht noch aus.

Provisorium in der Garage

Ein weiteres Problem muss kurzfristig gelöst werden. Derzeit residieren die DRK-Mitarbeiter in einem improvisierten Büro in der Garage. Das gehe allenfalls noch vier Wochen, befand Böckelühr. Für die Zeit danach werde eine Übergangslösung gesucht. Denn egal ob Sanierung oder Abriss, das nächste Jahr müssen Retter und Blutkonserven-Kuriere in einem Übergangsheim verbringen.

Ob der Bürotrakt stehen bleiben kann, ist fraglich. Auch er muss aufwendig saniert werden.

Drei Varianten sind denkbar

Die drei Varianten sind schnell skizziert: Entweder man reißt nur die Hallen ab und saniert mit großem Aufwand das Haupthaus, man sucht eine neue Bleibe oder man reißt Hallen und Gebäude komplett ab und baut neu.

DRK kann Mittel nicht allein aufbringen

Am Mittwochabend tagte der Vorstand des DRK-Ortsvereins und informierte sich über die Alternativen. „Eigentlich würden wir gerne ein neues Gebäude bauen“, räumt DRK-Vize Martin Kolöchter (Bild) ein. Denn das 1982 gebaute Heim ist schon lange ein Ärgernis für die Retter. Zu klein für den Ortsverein und den ebenfalls untergebrachten Transportdienst. Darüber hinaus mit Baumängeln behaftet. Die Flutwelle gab dem Gebäude, das die Stadt einst vom insolventen DRK-Kreisverband Iserlohn-Land übernahm, den Rest.

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