Nach Gewaltattacken: Kranker Schwerter in Psychiatrie eingewiesen

mlzLandgericht Hagen

Das Hagener Landgericht hat einen psychisch kranken Mann aus Schwerte unbefristet in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Anlass ist eine Serie von Gewaltattacken.

Schwerte/Hagen

, 04.10.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 35-jährige Mann war in den Jahren 2016 und 2017 so etwas wie ein Stammgast bei der Polizei. Immer wieder griffen die Beamten ihn auf und nahmen ihn für kurze Zeit mit auf die Wache. Mal hatte der Schwerter einen Kontrahenten mit der Faust geschlagen, dann wieder hatte er versucht, mit einem zwei Meter langen Straßenschild auf einen Gegner einzuprügeln.

Psychiatrer Brian Blackwell hatte im Prozess erklärt, dass der Schwerter eindeutig an einer paranoiden Schizophrenie leidet. Zwar habe sich der Zustand seit seiner vorläufigen Unterbringung in einer Klinik deutlich verbessert. Dennoch könne mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der 35-Jährige sofort wieder straffällig würde, sollte er auf freien Fuß entlassen werden.

Lockerung erst nach Gutachten der Ärzte denkbar

Dem hat das Hagener Landgericht nun aber einen Riegel vorgeschoben. Die angeordnete Unterbringung in der Psychiatrie ist zeitlich nicht befristet. Erst, wenn die behandelnden Ärzte zu dem Schluss kommen sollten, dass von dem Mann nun keine Gefahr mehr ausgeht, könnte über Lockerungen nachgedacht werden.

Auch mehrere Schwerter Wirte werden diese Nachricht mit Erleichterung vernehmen. In diversen Gaststätten hat der 35-Jährige schon Hausverbot, weil er randaliert und Gäste angepöbelt hat. Einmal hatte er auch den Wirt angegriffen.

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