Nach Streit im Februar will die CDU wieder im Integrationsrat mitwirken

Integrationsrat

Im Februar hatte die CDU um Vertreter Jürgen Paul mitgeteilt, dass man sich aus dem Integrationsrat zurückziehe. Jetzt ist die Fraktion wieder mit an Bord - allerdings mit neuem Vertreter.

Schwerte

, 27.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Egon Schrezenmaier vertritt die CDU im Schwerter Integrationsrat.

Egon Schrezenmaier vertritt die CDU im Schwerter Integrationsrat. © Oskar Neubauer

Nur rund einen Monat hat es gedauert, bis die Schwerter CDU ihre Arbeit im Schwerter Integrationsrat wieder aufnehmen will. Alle Streitigkeiten und Missverständnisse, die im Februar zum Rückzug der Fraktion aus dem Rat geführt hatten, habe man in einem persönlichen Gespräch mit der Vorsitzenden des Integrationsrates, Aynur Akdeniz, und dem Kommunalen Integrationszentrum beilegen können.

Ende Februar hatten Jürgen Paul und die Fraktion mitgeteilt, man wolle den Rat nicht länger mitgestalten. Grund waren schwere Vorwürfe gegen die Schwerter DITIB-Gemeinde. Mehrmals sollen sie einem Schwerter den Zutritt zu religiösen Veranstaltungen verweigert haben, weil er sich kritisch gegen die türkische Regierung äußerte. Sobald die Angelegenheit geklärt sei, sei die CDU-Fraktion auch gerne wieder zur Mitarbeit bereit, sagte Jürgen Paul damals dieser Redaktion.

„Integrationsarbeit vor Ort zu wertvoll“

Jetzt habe man die Konflikte beilegen können. „Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Integrationsarbeit vor Ort zu wertvoll ist, als dass man sich aus dieser Arbeit gänzlich zurückziehen sollte“, so der Fraktionsvorstand.

Jürgen Paul wird aber seinen Platz im Integrationsrat nicht wieder aufnehmen. Stadtverbandsvorsitzender Egon Schrezenmaier wird ihm nachfolgen, Dieter Böhmer als Stellvertreter fungieren.

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