Nächster Falschgeld-Prozess: Schwerter Feinkosthändler legt Geständnis ab

Landgericht Dortmund

Ein Schwerter Feinkosthändler war in Falschgeld-Geschäfte verstrickt und hat Banken betrogen. Das hat der 59-Jährige am Freitag vor dem Dortmunder Landgericht zugegeben.

Schwerte

, 15.03.2019, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der gleiche Tatkomplex hat schon mehrere Männer auf die Anklagebank gebracht. Erst am Mittwoch hatte das Dortmunder Landgericht einen Italiener zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte die Blüten im Nennwert von rund 900.000 Euro in seiner Heimat besorgt und nach Schwerte verschickt.

Hier wurde das Falschgeld zwischenzeitlich in der Garage und einem Weinkeller des Feinkostgeschäftes des 59-Jährigen gelagert. "Ich bin von einem Geschäftspartner angesprochen worden, ob ich jemanden kenne, der Falschgeld besorgt kann", erinnerte sich der Angeklagte am Freitag. Er habe sich umgehört und so die illegalen Geschäfte ans Laufen gebracht.

Mehrere Betrugstaten gestanden

Tatsächlich war der Schwerter Feinkosthändler aber noch an weiteren kriminellen Aktivitäten beteiligt. Vor der 36. Strafkammer gestand er außerdem mehrere Betrugstaten. Zusammen mit anderen Unternehmern habe er Banken dazu gebracht, unter anderem teure Kaffeemaschinen zu finanzieren, sagte der 59-Jährige. Die Geräte habe er anschließend weiterverkauft, dann aber die Finanzierungsraten nicht mehr bedient.

Die Finanzermittlungen haben ergeben, dass der Feinkosthändler allein im Jahr 2015 fast 100.000 Euro in bar von seinem Konto abgehoben hat. "Ich musste viele Rechnungen bezahlen", sagte er dazu.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Lesen Sie jetzt