Am Sportplatz Wandhofen soll ein Neubaugebiet entstehen. Die Anwohner haben dazu Fragen. Und hätten gern Antworten. © Bernd Paulitschke (A)
Meinung

Neubaugebiet: Die Stadt Schwerte ignoriert die Sorgen der Anwohner

Die Stadt Schwerte möchte ein großes Gelände verkaufen. Die Anwohner haben Sorgen und Fragen. Was sie nicht bekommen, sind Antworten. Das sollte sich ändern, findet unsere Autorin.

Sie fühlen sich nicht richtig informiert im Unterdorf in Wandhofen. Die Anwohnerinnen und Anwohner machen sich Sorgen, weil dort ein großes Neubaugebiet entstehen soll.

Die Sorgen sind nicht ungewöhnlich und sollten jedem Stadtplaner bekannt sein: Wie groß werden die Häuser, passen sie in das Bild der Siedlung? Wie sieht es aus mit größerem Verkehrsaufkommen und der Verkehrsanbindung – zumal die Straßen ohnehin eng sind und auch noch die dortige Kita erweitert wird?

Antworten gefallen nicht jedem – aber es sind immerhin Antworten

Was ist mit der Oberflächenversiegelung auf dem Gelände, damit sich beim nächsten Starkregen kein Rückstau bildet? Denn über den alten Sportplatz konnte das Wasser in den Boden versickern. Als Anwohner macht man sich natürlich Sorgen, ob man beim nächsten Sturmtief wieder den Keller unter Wasser stehen hat.

Und auch die Frage, wer im Nachgang für mögliche Straßenschäden durch schwere Baustellenfahrzeuge aufkommt, ist berechtigt. Die Antworten auf diese Fragen können und werden nicht jedem gefallen.

Trotzdem ist es wichtig, sie im Vorfeld zu klären. Bevor entschieden wird, wer den Zuschlag bekommt. Auszuweichen – oder einfach gar nicht zu antworten – ist keine Lösung. Es ist ein Zeichen dafür, dass man die Sorgen seiner Bürgerinnen und Bürger nicht ernst nimmt.

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Redakteurin
Begegnungen mit interessanten Menschen und ganz nah dran sein an spannenden Geschichten: Das macht für mich Lokaljournalismus aus.
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