Das neue LWL-Wohnhaus Am Steinach in Schwerte-Holzen. © LWL/Thimm
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Neue Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Holzen

Die neue Wohneinrichtung des LWL in Holzen bietet Platz für 24 Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sie leiden unter Depressionen, Schizophrenie – und hoffen darauf, wieder alleine leben zu können.

Hell erstrahlt die Fassade der neu gebauten Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) an der Straße Am Steinbach in Holzen. Junge und ältere Bewohnerinnen und Bewohner leben hier zusammen und verstehen sich gut, schreibt der LWL. Die jüngste Person ist 19, die älteste Person 52 Jahre alt.

Ein Zuhause für 24 Menschen

Das Wohnhaus „Am Steinbach“ bietet 24 Menschen mit einer psychischen Erkrankung ein Zuhause. Alle Bewohnerinnen und Bewohner leben in Einzelzimmern. In Wohn- und Esszimmern gehen sie gemeinschaftlichen Aktivitäten nach. Darüber hinaus gibt es weitere Gemeinschaftsräume und Gärten. Zwei Wohngruppen werden offen, zwei geschützt geführt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Bewohnerinnen und Bewohner leiden unter Depressionen, Schizophrenie, Bipolarität, dem Borderline-Syndrom oder einer Suchterkrankung. Sie nehmen an tagesstrukturierenden Aktivitäten teil, wie beispielsweise an Kochgruppen, machen Ausflüge oder besuchen Achtsamkeitsgruppen. In der Arbeitstherapie soll möglichst die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt werden. Einige hoffen darauf, später wieder alleine oder in betreuten Wohngruppen leben zu können.

Guter Start für die Einrichtung

In der kurzen Zeit seit der Eröffnung hätten die Bewohnerinnen und Bewohner schon Kontakt zu einer Nachbarin geknüpft, der sie handwerklich dabei geholfen haben, ihren Hühnerstall zu erweitern. Manchmal gingen sie mit ihr, ihren Kindern und ihrem Hund spazieren.

Die Teamleiterin der Einrichtung, Dorothea Wolff, freut sich: „Der Start ist gut gelungen. So kann es weitergehen!“ Sie selbst ist Heilerziehungspflegerin und Pflegemanagerin. Außerdem arbeiten im Wohnhaus „Am Steinbach“ Pflegende, Therapeutinnen und Therapeuten, Erziehende und Hilfskräfte.

„Wir sind personell optimal ausgestattet“, sagt Wolff. Das Wohnhaus in Holzen ist ein Zuhause, das als sicheres Refugium eine gute Startmöglichkeit für die weitere Lebensplanung seiner Bewohnerinnen und Bewohner bieten soll.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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