Marienkrankenhaus

Neue Leitung: Sarah Wetzig übernimmt das Brustzentrum am Marienkrankenhaus

Mit Sarah Wetzig (45) hat das Marienkrankenhaus Schwerte nach eigenen Angaben eine ausgewiesene Expertin zur Behandlung von Brustkrebs gewonnen.
Wechsel in der Leitung des Märkischen Brustzentrums des Marienkrankenhauses: Sarah Wetzig übernimmt die Position der Leitenden Ärztin. © Marienkrankenhaus

Die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe wechselt vom Marienhospital Bottrop nach Schwerte und hat die Leitung des Brustzentrums im April von Dr. Anna-Elisabeth Balwanz übernommen, die in den Ruhestand geht.

Die scheidende Leitende Ärztin leitete den Schwerter Teil des Märkischen Brustzentrums – weitere Standorte befinden sich in Lüdenscheid und Iserlohn – seit 2006. Unter ihrer Ägide wurde das Zentrum aufgebaut und entwickelte sich zu einer Einrichtung, die, so das Marienkrankenhaus, bei Patientinnen einen guten Ruf genießt und das in den vergangenen 15 Jahren über 5000 Patientinnen behandelte.

Im Ruhestand ist Zeit für ein Studium

„Mir war immer daran gelegen, mit viel Empathie den Frauen während einer einschneidenden Lebensphase mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und medizinisch, pflegerisch und therapeutisch die bestmögliche Behandlung bieten zu können“, so Balwanz.

Nun geht die 65-Jährige in den Ruhestand und kümmert sich in Zukunft verstärkt um ihre Familie. Ihr Plan ist, auf Reisen zu gehen und eventuell wieder eine Universität zu besuchen, um Politik und Ökonomie zu studieren.

Ihre Nachfolgerin wird Sarah Wetzig. „Wir sind froh, die Kollegin aus Bottrop für uns gewonnen zu haben“, erklärt Dr. Michael Hartmann, Chefarzt der Frauenklinik. Denn Expertinnen wie Sarah Wetzig seien gefragt.

Sarah Wetzig erwarb neben dem Facharzttitel die Zusatzqualifikation Gynäkologische Onkologie. Im Brustzentrum ihres früheren Arbeitgebers, dem Marienhospital Bottrop, hat sie sich demnach als Hauptoperateurin einen regional exzellenten Ruf erworben.

Biologie von Brustkrebs unterscheidet sich stark

Die 45-Jährige setzt unter anderem auf das verstärkte Einbinden neuer Studien. „Die Patientinnen müssen dann zum Beispiel nicht mehr zur Universität nach Essen, sondern können vor Ort behandelt werden mit Medikamenten, die individuell abgestimmt sind“, so Sarah Wetzig.

Es sei dazu notwendig, den Brustkrebs genau zu studieren. Ist er hormonempfindlich, wie aggressiv ist er, was sagt seine DNA aus, ist er vererblich? „Bei den Therapien gibt es viele, neue Ansätze.

Die Biologie von Brustkrebs unterscheidet sich stark. Medikamente wirken deshalb nicht bei jeder Patientin gleich, sondern müssen nach den molekularen Eigenschaften der Erkrankung ausgesucht werden“, berichtet Sarah Wetzig, die an der Berliner Charité studierte und anschließend in Frauenkliniken in Berlin-Friedrichshain, Altenessen und Bottrop arbeitete.

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