Notdienstpraxis geschlossen: Ärztesprecher und Bürgermeisterin rätseln über die Gründe

Gesundheitsversorgung

Ohne Vorankündigung hatte die Kassenärztliche Vereinigung zu Monatsbeginn ihre Notdienstpraxis am Marienkrankenhaus geschlossen. Selbst Hausärzte rätseln über die Gründe.

Schwerte

, 18.11.2020, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Notfalldienst in Schwerte war direkt am Marienkrankenhaus untergebracht.

Der Notfalldienst in Schwerte war direkt am Marienkrankenhaus untergebracht. © Manuela Schwerte

Zahlreiche Menschen hätten sich bei ihr besorgt über die Schließung der Notdienstpraxis am Marienkrankenhaus geäußert, sagt die frisch gewählte stellvertretende Bürgermeisterin Bianca Dausend in einer Stellungnahme. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Schwerter Ärztevereins, Dr. Jörg Rimbach, will sie den Kampf um die Praxis mit dem hausärztlichen Notdienst aufnehmen.

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In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die beiden, dass sie empört über die Spontanschließung der Notdienstzentrale seien. Dr. Jörg Rimbach habe in der vergangenen Woche zahlreiche Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung geführt.

„Derzeit können wir nur mutmaßen, was wirklich zur Schließung geführt hat“, so Bianca Dausend. Für den Fall, dass der Grund in den ungeeigneten Räumlichkeiten während der Corona Pandemie zu suchen sein sollte, bemühte Dausend bereits ihr Netzwerk, um Alternativen anbieten zu können.

Geringe Auslastung in der Pandemiezeit?

Doch Rimbach und Dausend vermuten, dass es auch um die geringe Auslastung ging. In der Zeit der Corona Pandemie hätten viele Menschen den Weg in die Notdienstzentrale gescheut. „Selbstverständlich überlegen es sich Menschen, die der Risikogruppe angehören gut, ob sie die Notdienstzentrale in Pandemiezeiten besuchen“, so Rimbach.

In ihrer Presseerklärung versprechen Rimbach und Dausend: „Wir werden alles in unserer Macht stehende unternehmen, dass Schwerte auch weiterhin eine Notdienstzentrale behält.“

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