Die Notfalldienstpraxis am Marienkrankenhaus soll wieder eröffnet werden. © Manuela Schwerte
Gesundheit in Schwerte

Notdienstpraxis am Marienkrankenhaus soll wieder öffnen – Termin steht fest

Ohne Vorankündigung wurde die Notdienstpraxis am Marienkrankenhaus im November geschlossen. Jetzt soll sie nach Informationen der Redaktion wieder öffnen.

Die Schließung der Notdienstpraxis der Hausärzte am Marienkrankenhaus war nicht nur für die Patienten überraschend. Als die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe im November die Räume im Pfarrer-Stelzner-Haus am Marienkrankenhaus überraschend schloss, waren auch Krankenhaus und Ärzte nicht informiert. Doch auch über die Kommunikationspanne hinaus blieb die Aufregung in Schwerte groß.

Vermutlich mit reduzierten Öffnungszeiten

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat die Kassenärztliche Vereinigung jetzt eingelenkt. Am 6. Januar, einem Mittwoch, soll die Notdienstpraxis in Schwerte wieder eröffnet werden. Das bestätigte die KV am Mittwoch (23.12.) auf Anfrage. Zu den Einzelheiten wolle man aber erst im neuen Jahr Stellung beziehen, sagte eine Sprecherin. Denn noch seien nicht alle Hintergrundgespräche abgeschlossen.

Nach bislang nicht bestätigten Informationen startet die Praxis im Januar mit etwas reduzierten Öffnungszeiten. Und zwar soll sie mittwochs jeweils vier Stunden und samstags, sonntags und feiertags jeweils sechs Stunden besetzt sein. Damit würde man eine Versorgungslücke schließen, die durch die Schließung der Praxis entstanden war.

Baulicher Zustand als Grund für Schließung

Wie man die Praxis, die in den Räumen in der Nähe des Eingangs zur Notfallambulanz des Marienkrankenhauses bleiben soll, jetzt besser auf die Corona-Situation vorbereiten will, dazu gab es ebenfalls noch keine Angaben. Der bauliche Zustand der Praxis war einer der Gründe, die von der KV für die Schließung ins Feld geführt wurden. Daneben galt die nicht besonders gute Auslastung auch als ein weiteres Argument gegen die Praxis.

In der Hausärztlichen Notdienstpraxis sollen Patienten außerhalb der Öffnungszeiten der Hausärzte versorgt werden. Alles womit man normalerweise zum Hausarzt geht, sollte möglichst kein Fall für die ohnehin schon arg strapazierte Notfallambulanz des Krankenhauses werden.

Nach dem die Praxis im November geschlossen wurde, setzten sich viele Schwerter für ihren Erhalt ein. Schon damals erklärte die Kassenärztliche Vereinigung, dass die Schließung nur vorübergehend sei.

Protest von Patienten, Politikern und Ärzten

Protest gegen die Schließung gab es nicht nur von Politikern und Patienten, sondern auch von den niedergelassenen Ärzten und dem Marienkrankenhaus. Denn an die hatten sich die Notfallpatienten dann gewandt. Die Ersatzpraxen in Dortmund und Unna waren den meisten Patienten zu weit entfernt.

Aufatmen herrschte auch bei der Stadtverwaltung, die im Hintergrund viele Gespräche geführt hatte, um die Wiedereröffnung der Notfallpraxis voranzutreiben.

Die war übrigens im Frühjahr schon einmal geschlossen, als man dort eine Corona-Teststelle eingerichtet hat. Denn für die Teststelle, genau wie für das Impfzentrum, sind die niedergelassenen Ärzte und ihre Vertretung die KV zuständig.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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