Pläne für Flüchtlingsheim beunruhigen Nachbarn

Unterkunft am FAB

Erste Pläne für eine Wohnanlage für Flüchtlinge am Freizeit-Allwetter-BAd (FAB) hat die Stadt Schwerte am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtplanung vorgestellt. Bedenken kommen von einigen Ratsmitgliedern und den Anwohnern im Umfeld der Unterkunft.

SCHWERTE

, 27.01.2016, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pläne für Flüchtlingsheim beunruhigen Nachbarn

So soll die Wohnanlage am Schützenhof sehen.

Ein Komplex aus Fertigbetonteilen für rund 150 Bewohner soll es werden, so Stadtplaner Adrian Mork. Bezugsfertig sei die neue Anlage bereits im Herbst. Zumindest, wenn alles rund läuft. Das Gebäude sei so konzipiert, dass man es im Anschluss auch für andere Mieter nutzen könne. So sei die Innenraumaufteilung variabel und Balkone könnten nachgerüstet werden.

Während die Ratsmitglieder eher planungsrechtliche Bedenken wie die Nähe zum Sportplatz hatten, sorgen sich Nachbarn um die Menge der Flüchtlinge in diesem Bereich. Denn neben der neuen Siedlung am FAB will die Stadt auch Container an der Gesamtschule aufstellen und hat bereits Gewerbeobjekte in Geisecke angemietet.

Anzahl der Bewohner herunterkorrigiert

Auch bei den Containern korrigierte Mork seine Zahlen wieder nach unten. Nachdem die Stadt per E-Mail noch vor 14 Tagen bestätigt hatte, hier solle Platz für 140 Asylsuchende geschaffen werden, nannte Mork diese Zahlen jetzt „Gerüchte“. Man werde Container für 80 Bewohner dort errichten.

Die Anwohner der Siedlung auf dem ehemaligen Sportplatz der Gesamtschule finden dennoch die Pläne besorgniserregend. Bei der Bürgerfragestunde im Ausschuss warfen sie die Fragen nach einem Sicherheitskonzept, Sozialarbeit und Lärmschutz auf. Bereits zuvor hatten sie Briefe an die Stadtverwaltung geschrieben.

Antworten blieben aus

Wirkliche Antworten darauf erhielten sie nicht. Noch sei man in der frühen Planung, so die Stadt. Bürgermeister Heinrich Böckelühr hatte aber zumindest Verständnis für die Sorgen. „Seit Köln ist die Situation anders geworden, und ich habe auch Verständnis für die Stammbevölkerung, wenn sie die Frage stellt, wer schützt uns.“

Deshalb sei man ja gerade bemüht, verhältnismäßig kleine Wohneineinheiten zu bilden. Aber eines sei klar: „Die Unterbringung von Menschen in Turnhallen ist die Ultima Ratio“, so Böckelühr. 

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