Pläne für Stahlwerk lassen Emotionen hoch kochen

Hoesch

SCHWERTE Die Emotionen kochten hoch am Stand der Bürgerinitiative gegen das geplante Stahlwerk in Wandhofen. Denn nicht nur interessierte Bürger, sondern auch eine ganze Reihe von Hoeschianern versammelten sich Samstag in der Fußgängerzone.

von Von Heiko Mühlbauer

, 11.10.2009, 14:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Emotional wurde am Stand der Bürgerinitiative diskutiert.

Emotional wurde am Stand der Bürgerinitiative diskutiert.

 Frank Weissenberg vom BUND, der die Flugblätter mitveröffentlichte, sieht das anders. „Die Unterlagen sind noch nicht veröffentlicht, weil sie nicht vollständig sind, das bedeutet aber nicht, dass man nicht einzelne Berechnungen daraus jetzt schon veröffentlichen darf.“ Auf dem Flugblatt, das verteilt wurde, sah man eine Grafik, auf der die Ausbreitung der Schwebstoffe des neuen Stahlwerks eingezeichnet war. Die Grafik stammt aus den Antragsunterlagen der von Hoesch gegründeten Stahlwerkfirma „Gladio“ für das Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

Die darin berechneten Schwebstaubbelastungen liegen deutlich unterhalb der Grenzwerte. Das räumt auch BUND-Vertreter Weissenberg ein. Allerdings verweist er auf die Gesamtbelastung. Denn auch Hundhausen und die Nickelwerke würden die Luft in der Innenstadt belasten. Die Hoeschianer sehen das freilich anders. Schließlich sei das Grundstück neben dem Stahlwerk schon seit Jahren im Besitz von Hoesch und als Industriefläche ausgewiesen.

Unterschiedliche Auffassungen gab es auch über das steigende Verkehrsaufkommen. Zumindest in einer Sache waren sich Vertreter der Initiative und die anwesenden Hoeschianer einig. „Das Genehmigungsverfahren muss sauber durchgeführt werden“, so Karl-Edwin Sürig. Über den Ausgang der Sache war man dann aber sehr verschiedener Meinung.

Lesen Sie jetzt