Polizei musste gefesselten Fahrgast in Schwerte im Zug befreien

Misslungener Scherz

Eigentlich legt die Polizei ihren „Kunden“ ja Handschellen an. Am Dienstagnachmittag wurde sie aber zum Bahnhof gerufen, um das Gegenteil zu tun. Warum ein Mann in der Bahn gefesselt war.

Schwerte

12.03.2019, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Handschellen, die er im Internet erworben hatte, fesselte ein 32-Jähriger seinen Bekannten in einem Zug.

Mit Handschellen, die er im Internet erworben hatte, fesselte ein 32-Jähriger seinen Bekannten in einem Zug. © dpa

Zu einem etwas ungewöhnlichen Fall wurde die Polizei Schwerte heute Nachmittag in den Schwerter Bahnhof gerufen. Der Schaffner eines einfahrenden Zuges hatte sich bei der Leitstelle gemeldet und von einem unfreiwilligen Fesselfall berichtet.

Aus Spaß den Bekannten gefesselt

Ein 32-jähriger Fahrgast habe seinen 50-jährigen Bekannten aus Spaß mit im Internet erworbenen Scherz-Handschellen gefesselt. Als der Schaffner die Fahrkarten kontrollieren wollte, zogen sich die Metallfesseln zu. So eng, dass es für den Gefesselten schnell schmerzvoll wurde. Vor allem weil die Blutzufuhr in die Hände ins Stocken geriet.

Da die beiden Fahrgäste zwar die Handschellen, aber nicht den dazugehörigen Schlüssel dabei hatten, alarmierte der Fahrbegleiter der Bahn vorsichtshalber die Polizei. Die rückte direkt mit der Feuerwehr an und erwartete den einfahrenden Zug im Schwerter Bahnhof.

Polizei rückte mit Schlüsselbund an

Mit einem großen Schlüsselbund ausgerüstet, konnten die Ordnungshüter der Schwerter Polizeiwache für Abhilfe sorgen und die Handschellen ohne schweres Gerät öffnen. Der Bolzenschneider, den die Feuerwehr mitgebracht hatte, musste so nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Erleichterung des Malträtierten war groß und die Beiden zeigten sich dankbar bei Polizei und Feuerwehr.

Lesen Sie jetzt