Polizei sucht Betrüger von Schwerter Tankstelle

Hinweise erbeten

Ein Mann betrat die Tankstelle Schwerte-Lichtendorf, versuchte mit einem 500 Euro-Schein zu bezahlen, der nicht angenommen wurde. Er ging raus, um Geld zu holen - und kam nie wieder. Nun sucht die Polizei ihn mit einem Foto aus dem Überwachungsvideo der Tankstelle. Kennen Sie vielleicht diesen Mann?

SCHWERTE

17.10.2017, 11:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kennen Sie diesen Mann? Die Polizei sucht nach ihm.

Kennen Sie diesen Mann? Die Polizei sucht nach ihm.

Das Amtsgericht Hagen hat die Veröffentlichung von Fotos aus einer Ermittlungsakte angeordnet, um so einen Tankbetrüger zu identifizieren. Am 26. August hatte der noch unbekannte Mann mit einem dunklen BMW an der Tankstelle an der Autobahnraststätte Lichtendorf getankt.

Er ging in den Tankstellenshop und wollte die Rechnung in Höhe von 85,36 Euro mit einem 500 Euro-Schein zahlen. Da der Geldschein dort jedoch nicht angenommen wurde, verließ er den Shop, angeblich um mit kleineren Geldscheinen wiederzukommen.

Russisches Kennzeichen

Tatsächlich verließ er jedoch das Tankstellengelände ohne zurückzukehren und die Tankrechnung zu bezahlen. Ermittlungen ergaben, dass das Auto mit einem Kennzeichen der russischen Föderation versehen war. Das Amtsgericht Hagen fragt: Wer kennt die abgebildete Person?

So erreichen Sie die Polizei
Hinweise nimmt die Polizei in Schwerte unter der Rufnummer 02304/921-0 beziehungsweise 921-3320 entgegen. Auch in jeder anderen Polizeidienststelle können Sie Hinweise einreichen.

Warum werden Fahndungsfotos häufig erst lange nach der Tat veröffentlicht?
Die Polizei ist in dieser Frage an die Strafprozessordnung gebunden, konkret an den Paragrafen 131, der alles um die Öffentlichkeitsfahndung regelt. „Die Öffentlichkeitsfahndung dient immer nur als letztes Mittel, um Täter zu ermitteln“, erklärt ein Polizeisprecher. Zunächst müssten alle Ermittlungsansätze abgeklärt und abgearbeitet sein. Erst dann gebe es die Möglichkeit, Lichtbilder im Internet oder der Zeitung zu veröffentlichen.
Die Polizei muss zunächst einen Ermittlungsbericht an die Staatsanwaltschaft übermitteln. Anschließend prüft diese noch einmal und stellt dann einen Antrag. Erst ein richterlicher Beschluss ermöglicht in letzter Instanz die Freigabe von Fotos.

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