Postplatz in Schwerte wird für zwei Monate zur Dauerbaustelle

mlzCafé Extrablatt

Durch Anlieferungen für den Extrablatt-Bau wird der Verkehr am Postplatz schon oft genug lahmgelegt. Jetzt kommt eine weitere Baustelle dazu. Sie wandert von der Rathaus- zur Hüsingstraße.

04.03.2020, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit ihrer Umgestaltung zum Boulevard im Juni 2018 blieb die Bahnhofstraße jungfräulich. Fast zwei Jahre lang wagte es kein Bauarbeiter, ihre frische Asphaltdecke und das Pflaster der Bürgersteige anzutasten. Doch dann begann die Baustelle für das Café Extrablatt an der Ecke Hüsingstraße/Friedensstraße. Und das benötigt - samt der elf neuen Wohneinheiten in den Geschossen darüber - eine neue, leistungsfähige Stromleitung.

Verbindung zu der braunen Trafostation hinter der Post

Das bisherige Kabel, das nicht viel mehr als das mittlerweile abgerissene Uhrenlädchen Essmann versorgen musste, reicht bei weitem nicht mehr aus. Deshalb muss rund um den Postplatz eine Verbindung zu der braunen Trafostation verlegt werden, die am Rande des Parkplatzes hinter dem Postgebäude steht. Dabei wird die Baustelle neben der Eintrachtstraße auch die Bahnhofstraße queren müssen. Letztere möchte aber auch Matthias Becker, bei den Stadtwerken Schwerte zuständig für die Stromversorgung, nicht aufreißen. „Wir können durchschießen“, nennt er eine Lösung. Auch seien auf kleineren Strecken Leerrohre verlegt: „Wir müssen sehen.“

An der Trafostation hinter der Post haben die Stadtwerke noch Leistungsreserven, um das zusätzliche Kabel für das Café Extrablatt anzuschließen.

An der Trafostation hinter der Post haben die Stadtwerke noch Leistungsreserven, um das zusätzliche Kabel für das Café Extrablatt anzuschließen. © Reinhard Schmitz

Auf dem gesamten Weg werde über die Hälfte der Arbeiten in offener Bauweise durchgeführt, zum großen Teil als Graben in den Bürgersteigen, erläutert Becker weiter. Darin werden Leerrohre verlegt, durch die später das Kabel eingezogen wird. Als eine Art Wanderbaustelle wird dabei abschnittsweise vorgegangen, also jeweils eine Rohrlänge aufgebuddelt und nach dem Einlegen des Rohrs wieder verfüllt.

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Stadtwerke hoffen, die Arbeiten schneller zu erledigen

Für die Arbeiten sind - so berichtet Stadt-Pressesprecher Ingo Rous - zwei Monate eingeplant. „Es gibt keine Sperrungen von Straßen“, sagt er: „Mit Einschränkungen ist aber zu rechnen.“ Die Stadtwerke hoffen, die Arbeiten schneller erledigen zu können. „Wir sind konservativ mit der Zeitschätzung“, erklärt Matthias Becker. Aber die Maßnahme bedeute auch eine gewisse Herausforderung, da in dem betroffenen Bereich in der Innenstadt unzählige Kabel und Rohre verlaufen: „Eigentlich liegt da überall was.“

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Eine andere Möglichkeit gab es für die Stadtwerke aber nicht. Nachdem das Stromnetz im Bereich des Café Extrablatt seit Jahrzehnten nicht verändert worden sei, müsse man jetzt in die Infrastruktur investieren, erläutert Matthias Becker. Das Stromkabel in dem Graben mitzuverlegen, der im vergangenen Jahr für die Fernwärme-Versorgung des Neubaus durch den Nordwall gebuddelt worden war, schied aus. Denn die Trafostation am Nordwall hatte keine freien Kapazitäten mehr, um ein zusätzliches Kabel anzuschließen. Deshalb blieb nur der Weg zum 380-Volt-Stromhäuschen an der Post.

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