Preisangaben im Supermarkt werden überprüft

Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung nimmt in den kommenden Wochen die Preisschilder im Supermarkt ins Visier. Mitarbeiter des Ordnungsamtes überprüfen, ob Lebensmittel in den Geschäften richtig ausgezeichnet sind. Der Vorwurf: fehlerhaft oder schlecht zu lesen.

SCHWERTE

05.03.2012, 12:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie die Verbraucherzentrale meldet, werden in Supermärkten die Preise teilweise fehlerhaft oder unübersichtlich angegeben. In Schwerte will daher die Stadtverwaltung verstärkt kontrollieren.

Wie die Verbraucherzentrale meldet, werden in Supermärkten die Preise teilweise fehlerhaft oder unübersichtlich angegeben. In Schwerte will daher die Stadtverwaltung verstärkt kontrollieren.

Bis Ende April prüfen die Kontrolleure, ob Waren richtig ausgezeichnet sind. "Immer wieder berichten die Verbraucherzentralen von fehlerhaften oder unleserlichen Preisschildern", sagt Wolfgang Belohlavek, Leiter des Bereiches "Ordnung" bei der Stadt Schwerte. "Dies darf so nicht sein. Die Verbraucher müssen im Laden sofort erkennen können, welches das günstigste Produkt für sie ist." Neben dem Preis für das Produkt müsse auch der Grundpreis ausgezeichnet sein, also beispielsweise der Preis pro Liter oder pro Kilogramm. Diese gesetzliche Regelung solle vor Mogelpackungen schützen, so die Stadt.

Kunden müssten zum Beispiel erkennen können, ob eine Tafel Schokolade mit einem Packungsinhalt von 95 Gramm wirklich billiger sei als das Konkurrenz-Produkt mit 100 Gramm. "Die Unternehmen werden aufgefordert, den End- und Grundpreis klar auszuzeichnen und für leserliche Angaben auf den Preisschildern zu sorgen", sagt Wolfgang Belohlavek. Bei den Kontrollen wird auch geprüft, ob die Preise den Waren eindeutig zugeordnet werden können, ob sie gut lesbar sind und ob der Grundpreis richtig berechnet worden ist. Bis Mitte des Jahres soll die Schwerpunktaktion ausgewertet werden. "Dadurch wird sich zeigen, ob es Handlungsbedarf für den Gesetzgeber gibt."

Dies könne beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Kontrolleure häufig feststellen, dass die Schriftgröße des Grundpreises wesentlich kleiner ist als die des Endpreises. Die Verbraucherschutzministerkonferenz hatte sich im September 2011 für eine gesetzliche Festschreibung des Größenverhältnisses von Grundpreisangabe zur Angabe des Endpreises ausgesprochen. Als Richtwert für die Schriftgröße war ein Verhältnis von mindestens eins zu zwei vorgeschlagen worden.

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