Prozess um Drogenhandel: Dealer muss 45 Monate hinter Gitter

SCHWERTE Schluss mit Haschisch, Wodka und Partys: Für drei Jahre und neun Monate hinter Gitter muss der 26-Jährige, der aus einer Innenstadtwohnung einen schwunghaften Drogenhandel aufgebaut hatte.

von Von Reinhard Schmitz

, 26.03.2009, 16:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess um Drogenhandel: Dealer muss 45 Monate hinter Gitter

Jener 17. September des vergangenen Jahres, als die Polizei seine Wohnung stürmte und unter anderem Tüten mit vier Kilogramm Haschisch sicherstellte, habe das Leben des 26-Jährigen verändert, erklärte Schäfer. Im Gerichtssaal hatte er reinen Tisch gemacht und alle Angeklagevorwürfe bis auf wenige Details eingeräumt. Aber auch schon bei der polizeilichen Vernehmung hatte der Verurteilte nach Kräften zur Aufklärung beigetragen. So erfuhren die Ermittler, wer sich hinter Kundennamen wie "Ittaker", "Looser" oder "Bruder" verbarg. Nur den Namen seines Großhändlers wollte der selbst schwer Drogenabhängige – möglicherweise aus Angst um seine Familie – nicht preisgeben.

Die für das Milieu ungewöhnliche Kooperationsbereitschaft stellte Verteidiger Heiko Kölz in seinem Plädoyer heraus. Sie wurde vom Gericht genauso strafmildernd gewertet wie die eigene Abhängigkeit und die besondere Haftempfindlichkeit wegen der Familie. Erschwerend fiel demgegenüber die Masse der Taten – insgesamt 43 Fälle von Handel, Erwerb oder Besitz von Betäubungsmitteln – in die Waagschale. Und natürlich, dass der Mann den Drogenhandel gewissermaßen zum Beruf gemacht hatte, von dem er seinen Unterhalt bestritt. 

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