Quatiersmanagerin Annika Möller verlässt Holzen, aber das Projekt geht weiter

mlzAbschied bei der AWO

Wechselstimmung in Holzen: Annika Möller übergibt das Quartiersmanagement an Johanna Barbosa. Die 26-Jährige will Bewährtes weiterführen.

Holzen

, 26.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine geht, eine kommt: Das Quartiersprojekt Schwerte-Holzen bleibt der „Augenstern“ einer jungen Frau. Quartiersmanagerin Annika Möller verlässt das Projekt nach zwei Jahren und vier Monaten und tritt eine neue Stelle an. Vollzeit und unbefristet. An ihre Stelle tritt Johanna Barbosa, die das von der Deutschen Fernsehlotterie geförderte Projekt zunächst bis Ende März 2020 weiterführt und gleichzeitig darauf hofft, dass der Verlängerungsantrag für das Holzener Quartiersprojekt im Laufe dieses Jahres noch verlängert wird.

Gemeinsam mit Kirsten Hermann-Baglivo, der Leiterin des Friedrich-Krahn-Seniorenzentrums, sind die jungen Frauen zuversichtlich, dass das Projekt ab April 2020 für weitere zwei Jahre eine Verlängerung erfährt.

Studienabschluss in Sozialer Gerontologie

Am Donnerstag waren viele Mitstreiter ins Seniorenzentrum gekommen, um Annika Möller zu verabschieden und sich bei Johanna Barbosa bekanntzumachen.

Die 26-Jährige und ihre Vorgängerin kennen sich vom Studium. In Vechta haben sie Soziale Gerontologie studiert. Deshalb stehen auch die Bedürfnisse der älteren Generation im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Annika Möller wird sich künftig noch mehr auf die Arbeit mit Senioren konzentrieren.

In Holzen dagegen will die neue Quartiersmanagerin wie gewohnt die Interessen aller Generationen im Blick behalten. Das gefällt auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos, der zum Abschied kurz vorbeschaute, die Arbeit der scheidenden Quartiersmanagerin lobte und sich mit einem Schwerte-Gutschein bedankte. Es sei ein Verdienst von Annika Möller, erklärte er, dass sie das Quartiersmanagement in Schwerte so „hoffähig“ gemacht habe, dass in Politik und Verwaltung jetzt über weitere Quartiers-Arbeit diskutiert werde.

Auch anderswo sollen in einem vertrauten Umfeld soziale Netze aufgebaut, soziale Dienste angeboten und Nachbarschaften gelebt und gepflegt werden.

Im Quartier soll im Alter niemand einsam sein

Die Stärkung des Sozialraums hat vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch präventiven Charakter, weiß man inzwischen nicht nur bei der Arbeiterwohlfahrt. So heißt es in einem Bericht über die Zukunftswerkstatt: „Das Vorhandensein einer guten ,sozialen Schutzmauer‘, eines funktionierenden sozialen Netzes, kann auf verschiedene Arten vorbeugend (soziale Kontakte, psychische Gesundheit, Verhindern von Einsamkeit, Aktivität und Bewegung etc.) und unterstützend ( Ansprechpartner in Notfällen, Begleitung zum Arzt, Einkaufshilfen etc.) wirken.“

In Holzen hat dieser Prozess längst begonnen.

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