Einen regen Austausch zwischen Kulturbüro-Leiter Holger Ehrich (l.) und Ruhrfestspiele-Intendant Olaf Kröck (r.) gab es am Rande des Eröffnungsempfangs zum Welttheater der Straße in der Rohrmeisterei. © Reinhard Schmitz
28. Straßentheater-Festival

Reger Austausch beim Eröffnungs-Empfang zum Welttheater: „Wirklich außergewöhnlich“

Die Scouts der großen Kulturfestivals haben Schwerte auf dem Schirm. Um das Welttheater zu erleben, setzte sich der Intendant der Ruhrfestspiele lange hinters Steuer. Am Donnerstag sprach er von „World Class“.

Um das Welttheater der Straße zu erleben, setzte sich Ruhrfestspiele-Intendant Olaf Kröck lange hinter das Steuer. Sechs Stunden war er aus Südthüringen unterwegs gewesen, wie er beim Eröffnungsempfang des 28. Straßentheater-Spektakels am Donnerstagabend (26.8.) in der Rohrmeisterei verriet.

Schneller als die Theater am Broadway

Er sollte die Mühe nicht bereuen. „Die Kunst, die man hier sieht, ist wirklich außergewöhnlich – World-Class“, schwärmte Olaf Kröck vor den rund 30 geladenen Gästen in der Halle 2, die bei Sekt und Fingerfood an den behussten Stehtischen zuhörten und applaudierten.

Als Höhepunkt zum Abschluss des ersten Festivalabends zeigte die Truppe „Les filles du renard pâle“ unter dem Titel „Résiste
Als Höhepunkt zum Abschluss des ersten Festivalabends zeigte die Truppe „Les filles du renard pâle“ unter dem Titel „Résiste“ eine 50-minütige Hochseilnummer zu Livemusik auf dem Plateau hinter der Rohrmeisterei. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

In seinem Eröffnungs-Grußwort konnte Bürgermeister Dimitrios Axourgos unter anderem den Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek, die Landtagsabgeordnete Susanne Schneider und Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke begrüßen.

Ausdrücklich dankte er dem Förderverein des Welttheaters und den Mitarbeitern des Kulturbüros, die es geschafft hätten, „das Welttheater zu den innovativsten, zukunftsweisenden und lebendigsten Genres kultureller Ressourcen in ganz Deutschland gehören zu lassen“.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos eröffnete das 28. Festival mit seiner Begrüßungsrede beim Empfang in der Halle 2 der Rohrmeisterei.
Bürgermeister Dimitrios Axourgos eröffnete das 28. Festival mit seiner Begrüßungsrede beim Empfang in Halle 2 der Rohrmeisterei. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

In diesem Jahr – so betonte Ruhrfestspiele-Macher Olaf Kröck – gehöre die Veranstaltung in Schwerte zu den ersten, die Künstlern nach der Corona-Zwangspause wieder Auftrittsmöglichkeiten gebe. Er erinnerte, dass weltberühmte Theater am Broadway in New York und am Westend in London immer noch geschlossen seien.

Gut gefüllt waren die Sitzplätze auf dem Rohrmeisterei-Plateau am späten Donnerstagabend beim Hochseilakt der Truppe „Les filles du renard pâle“. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Umso mehr lobte Bürgermeister Dimitrios Axourgos die Leistung von Kulturbüro-Leiter Holger Ehrich und seinem Team. Sie hätten „quasi die Quadratur des Kreises geschafft und unter Pandemie-Bedingungen eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die nahe dran sein wird am Flair, das das Welttheater immer ausgestrahlt hat.“

Sogar ein Kopfstand auf dem Seil war beim Auftritt der Truppe „Les filles du renard pale
Sogar ein Kopfstand auf dem Seil war beim Auftritt der Truppe „Les filles du renard pâle“ auf dem Rohrmeisterei-Plateau zu erleben. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Um den „Kulturhunger“ zu befriedigen, war bei Holger Ehrich – wie er erklärte – „für Schwerte das Beste gerade gut genug“. Man habe kein Festival nach Plan B organisiert, sondern präsentiere „alles herausragende Produktionen“.

Davon konnten sich die Gäste überzeugen, als sie nach dem Empfang auf dem Rohrmeistereiplateau zum Höhepunkt und Abschluss des Abends die 50-minütige Hochseilshow der Truppe „Les filles du renard pâle“ erlebten.

Auf der Wiese vor der Senfmühle bezog schon vor dem Eröffnungsempfang Peter Trabner das Publikum mit in seine Show ein.
Auf der Wiese vor der Senfmühle bezog schon vor dem Eröffnungsempfang Peter Trabner das Publikum mit in seine Show ein. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Bunt angestrahlte Nebelschwaden waberten über die Wiese, über der ein Scheinwerferkegel eine Seiltänzerin aus dem stockdunklen Himmel riss. Die Aufführung mit Livemusik, bei der selbst ein Kopfstand nicht fehlte, hielt das Publikum in Atem. In Zweiergrüppchen und auf Abstand waren für die Gäste, die sich vorher Karten im Internet sichern mussten, Stühle auf dem Freigelände aufgestellt worden.

Corona geschuldet, gab es nur vorab zu buchende Sitzplätze. Dass dadurch eine wesentlich bessere Sicht auf das Geschehen möglich war als im Gedränge-Pulk früherer Jahre, war die positive Seite der Pandemie.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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