Fondue mal ohne Fleisch und Käse? Wir empfehlen, Gemüse, Bierteig, Fett oder Öl. © exclusive-design - stock.adobe.com
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Rezept für veganes Fondue – ein Hauch von Weihnachtsmarkt

Fondue: Das bedeutet viel Fleisch oder viel Käse – je nachdem. Veganes Fondue, das klingt nach Fleischersatz und Analogkäse. Doch das muss nicht sein. Ein Rezept mit Weihnachtsmarkt-Aroma.

Der Jahreswechsel wird in diesem Jahr wohl oder übel eine Feier im kleinen Kreis werden. Und da stehen dann bei der Menüwahl eher die Klassiker vorne an. Raclette oder Fondue? Für unseren vegan lebenden Nachwuchs ist das beides eher schwierig. Muss aber nicht sein.

Wobei, wer sich schon mal an Raclette mit Analog-Käse versucht hat, weiß, das ist eher jene Sorte Gericht, bei der man auch was für Veganer anbietet. So ähnlich, wie in vielen Restaurants, in denen dann das Schnitzel im Gemüsebett zur Falafel wird.

Und auch das vegane Käsefondue, natürlich ohne Käse, schmeckt zwar ganz nett, leidet aber etwas darunter, dass es sich bei der Fondue-Masse eben nicht um Käse, sondern um eine sämige Weinsauce handelt. Und die ist von ihrer Konsistenz nun mal kein Käse.

Fondue mit Weihnachtsmarktgeschmack

Deshalb entscheide ich mich für die Variante Fondue mit Fett. Nun kann man natürlich nahezu alle veganen Convenience-Produkte aus dem Kühlregal des Supermarkts in heißem Fett frittieren. Letztlich kann man sie dann aber auch genau so gut in der Pfanne braten. (Das gilt für Fleisch und Fisch ja auch).

Man kann aber auch Gemüse, Tofu und Co. in Bierteig tauchen und dann im Fondue-Topf frittieren. Das ist, bei entsprechendem Bierteig-Rezept, komplett vegan, schmeckt auch der Fleisch-Fraktion und fühlt sich nicht wie das Ersatz-Menü am Katzentisch an. Ganz im Gegenteil, es schmeckt ein wenig nach Weihnachtsmarkt oder Kirmes.

Das Rezept habe ich aus verschiedenen Vorschlägen im Internet und aus Kochbüchern zusammengestellt und dem eigenen Geschmack angepasst.

Vorab: Auf Vollkornmehl oder Dinkelmehl habe ich verzichtet. Das kann man natürlich auch nehmen, man muss den Geschmack aber mögen.

Die Zutaten für den Bierteig:

  • 500 Gramm Weizenmehl
  • ein halber Teelöffel Salz
  • 250 Milliliter Haferdrink
  • 2 Teelöffel Agavendicksaft
  • ein Viertel Liter Bier

Die Zutaten für das Fondue:

  • Karotten
  • Broccoli
  • Tofu (oder Räuchertofu)
  • Champignons
  • Blumenkohl
  • Zucchini

Und natürlich 750 Gramm Fett. Wer das Reinigen des Fonduetopfs vereinfachen will, nimmt Öl. Wer da lässiger ist, Kokosfett und Co. leisten auch sehr gute Dienste.

Uns so wird’s gemacht:

Mehl und Salz vermischen. Anschließend die Hafermilch, den Agavendicksaft und nach und nach das Bier dazu gießen, sodass ein Teig ohne Klumpen entsteht. Am besten geht das, wenn man erst mal zwei Drittel des Haferdrinks unter das Mehl mischt, dann den Rest mit dem Agavendicksaft dazu gibt und am Schluss vorsichtig das Bier untermischt, bis der Teig die richtige Konsistenz hat.

Das Gemüse sollte in nicht zu kleine Stücke geteilt werden. Karotten, Broccoli und ähnlich harte Gemüsesorten werden zuvor kurz gegart, damit man sie ohne Mühe auf die Fondue-Gabel spießen kann.

Fondue mal ohne Fleisch und Käse? Wir empfehlen, Gemüse, Bierteig, Fett oder Öl. © iMarzi – stock.adobe.com © iMarzi – stock.adobe.com

Das Öl am besten zuvor auf dem Herd erhitzen, damit es im Fondue-Set nur noch die Hitze halten muss. Das Gemüse auf die Fondue-Gabeln spießen, in den Bierteig tunken und dann knusprig frittieren. Dazu passen Brot, Kartoffelspalten und natürlich Saucen wie Avocado-Dip oder klassische Salsa. Wer auf Käsesauce nicht verzichten kann oder will, für den gibt es auch ein veganes „Käse“-Saucen-Rezept.

Zutaten für eine „Käse“-Sauce

  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwa 150 Gramm Kartoffeln
  • 1 Karotte
  • 100 ml Wasser
  • Olivenöl
  • einen Schluck Cognac oder Weinbrand
  • 1 EL Margarine
  • 1 EL Senf, mittelscharf
  • Salz
  • Pfeffer

So macht man die Sauce

Die Schalotten, die Knoblauchzehe, die Karotte und die Kartoffeln in sehr feine Würfel schneiden. Erst Knoblauch und Schalotte im Öl glasig dünsten, dann die Kartoffeln und die Karotte hinzu geben geben und unter Rühren anbraten. Dann mit einem Schluck Weinbrand ablöschen und fünf Min köcheln lassen.

Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, Wasser zugießen und weiter auf kleiner Flamme kochen. Wenn alles gut durch ist, so nach etwa zehn Minuten, das Gemüse in einen Topf geben und mit dem Stabmixer pürieren. Dann wieder auf den Herd stellen und erwärmen und die Margarine zugeben. Zum Schluss mit Salz Pfeffer und Senf abschmecken.

Ein kleiner Tipp:

Die Sauce in drei Schalen aufteilen und einen Teil mit reichlich Curry, ein wenig Sojasauce und Chili-Pulver abschmecken. Ein Drittel mit Ketchup abschmecken und ein Drittel „Natur“ servieren.

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Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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