Kein Zugang für ungebetene Gäste - Rohrmeisterei in Schwerte zäunt Landschaftspark ein

mlzNächtliche Partys

Nächtliche Partys und zerstörte Wege und Anlagen – die Rohrmeisterei zieht jetzt die Notbremse. Doch der Plan gegen Vandalismus hat auch Auswirkungen für alle Schwerter.

Schwerte

, 25.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Landschaftspark hinter der Rohrmeisterei ist ein Stück Schwerte, das eigentlich für alle Menschen der Stadt da ist. Jugendliche sollten ihn genauso nutzen können wie Erwachsene aller Altersgruppen.

Doch zumindest in den Abendstunden sind es eher ungebetene Gäste, die das Areal bevölkern. Sie feiern laut, hinterlassen ihren Müll, und vor allem zerstören sie mutwillig Wege und andere Einrichtungen.

Jetzt zieht Rohrmeistereichef Tobias Bäcker die Notbremse und lässt das Gelände einzäunen. Gleichzeitig wird der Holzweg durch einen soliden Weg aus Steinplatten ersetzt.

Zäune, Tore und Steine

Seit Ende vergangener Woche ist eine Gartenbaufirma aus Lünen auf dem Plateau im Einsatz. Ihr Auftrag: Der Steg soll im unteren Bereich durch einen Steinweg ersetzt werden. Und der Landschaftspark wird abgezäunt und mit Toren versehen – und zwar am Abgang zur Ruhr, aber auch auf Höhe der Skateranlage.

„Wir ziehen die Notbremse“, räumt Bäcker ein. Im Bedarfsfall könne man so das Plateau abriegeln.

Und wann tritt der Bedarfsfall ein? Es kann sein, dass künftig nachts abgeschlossen wird, um vor allem in der warmen Jahreszeit Vandalismusschäden vorzubeugen. Die reichen von Schnitzereien an den Ruhrbalkonen bis zu großen Brandlöchern in den Holzböden. Offensichtlich zünden irgendwelche Gäste dort nachts Lagerfeuer an.

Gleichzeitig Unfallgefahr beseitigt

Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Unfallgefahr beseitigt. Denn die Holzbohlen des Stegs sind morsch. An vielen Stellen war der hölzerne Weg nicht nur glitschig, sondern durchgefault. Und zwar bis auf die unteren Träger, auf die die Holzbohlen montiert sind.

Eine grundlegende Erneuerung würde 50.000 Euro kosten, rechnete Tobias Bäcker im Gespräch mit unserer Redaktion vor zwei Wochen vor.

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Jetzt hat man einen Kompromiss gefunden. Denn vom südlichen Ende des Biotops bis zum Abgang zum Ruhrtal wird derzeit ein Weg aus Steinplatten gebaut. Auf diese Art kann man künftig vom linken und rechten Rand des Plateaus runter zur Ruhr gehen.

Hier führten auch bislang Plattenwege bis zum Steg. Der Holzweg durch das Biotop wird gesperrt. „Ihn zu ersetzen, wäre zu aufwendig“, so Bäcker. Denn dann müsste man im Feuchtgebiet ein Fundament schaffen.

Kein Zugang für ungebetene Gäste - Rohrmeisterei in Schwerte zäunt Landschaftspark ein

© Heiko Mühlbauer

Am Montag wurde der Weg bereits geschottert. In etwa zwei Wochen könne alles freigegeben werden, zumindest wenn die bestellten Steinplatten pünktlich kämen, erklärte der Landschaftsbauer Matthias Scholz.

Damit ist auf jeden Fall die Verkehrssicherheit auf dem Plateaus wieder hergestellt. Und auch das Dauerproblem mit dem Holzsteg, für den man bewusst kein Tropenholz genutzt hatte, ist beseitigt.

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