Libby Jaschinski (l.), Johanna Kahl (m.) und Annika Kleintje (r.) konnten mit der Schulsanitäter-AG des RTG den zweiten Platz im Landeswettbewerb ergattern. © Felix Mühlbauer
Schul-Sanitäter-Wettbewerb

RTG-Schulsanitäter erreichen zweiten Platz im Landeswettbewerb

Die Schulsanitäter-AG des RTG ist bei Unfällen auf dem Schulhof oder im Sportunterricht im Einsatz. Beim Landeswettbewerb gewannen die jungen Rettungshelfer aus Schwerte den zweiten Platz.

Insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler des Ruhrtal-Gymnasiums (RTG) arbeiten nebenbei ehrenamtlich als Schulsanitäter. Bei Verletzungen auf dem Schulhof oder im Sportunterricht, oder auch wenn jemand die Hitze im Sommer nicht gut verträgt, sind die jungen Rettungshelfer des RTG im Einsatz.

Zweiter Platz im JRK-Landeswettbewerb

Einmal im Jahr können die engagierten Schülerinnen und Schüler ihr Können im Schulsani-Wettbewerb des Jugendrotkreuzes (JRK) Westfalen-Lippe unter Beweis stellen. Bei der diesjährigen Ausgabe konnte das Ruhrtal-Gymnasium den zweiten Platz ergattern – vor ihnen war nur die Josef-Albers-Schule in Bottrop. Corona-bedingt konnte der Wettbewerb nicht wie üblich im Rahmen einer Live-Veranstaltung stattfinden.

„Normalerweise gibt es jährlich eine große Tagesveranstaltung beim sogenannten SSD-Tag. Beim Wettbewerb muss man Fallbeispiele an Darstellern präsentieren oder in anderen Spielen seine Teamfähigkeit zeigen“, berichtet die 16-jährige Johanna Kahl. „Es ist neben dem Wettkampf auch einfach ein guter Tag, um Spaß zu haben und neue Leute kennenzulernen.“

Das Ruhrtal-Gymnasium hat eine Schulsanitäter-AG.
Das Ruhrtal-Gymnasium hat eine Schulsanitäter-AG. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

In diesem Jahr wurde der Wettbewerb online ausgetragen. Die Fallbeispiele wurden durch Bilder und Videos dargestellt, die die Schulsanitäter sich aus dem Netz ziehen mussten. Über mehrere Wochen haben die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben schriftlich, aber auch mit eigens erstellten Videos gelöst und schließlich eingereicht.

„Der Online-Wettbewerb war gut umgesetzt. Dadurch, dass es über mehrere Wochen gestreckt wurde, aber auch stressiger als sonst“, erklärt Schulsanitäterin Annika Kleintje (16) aus der 10. Klasse des Ruhrtal-Gymnasiums. Für das gute Abschneiden im Wettbewerb bekamen die Jung-Sanitäter einen Pokal für den zweiten Platz sowie 100 Euro Preisgeld, von dem sich die AG Gruppen-T-Shirts für die nächsten Wettbewerbe kaufen möchte.

Für den Notfall immer erreichbar

Mit dem Start des Präsenz-Unterrichts in den Schulen startet für die drei Schulsanitäterinnen und ihre AG-Kollegen auch wieder die Arbeit als junge Rettungskräfte. Jeden Tag sind zwei der 15 AG-Mitglieder im Einsatz. An einem Einsatztag sitzen sie für den Notfall mit einem Walkie-Talkie in ihrem jeweiligen Unterricht, um jederzeit erreichbar zu sein.

„Es gibt Tage, an denen nichts passiert, aber auch Tage, an denen man von Einsatz zu Einsatz eilt“, berichtet die 17-jährige Libby Jaschinski. „In der Corona-Zeit ist aber eher wenig passiert, da die Schüler auf dem Schulhof sich beim Spielen zurückhalten mussten.“

Um Schulsanitäter zu werden absolvierten alle 15 Schülerinnen und Schüler einen zweitägigen Erste-Hilfe-Kurs mit anschließender Prüfung. Über die AG, die stets in Kontakt mit dem Jugendrotkreuz steht, können die Rettungshelfer noch an weiteren Fortbildungen teilnehmen.

Die Gründe für die Arbeit als Schulsanitäter sind vielseitig. Annika Kleintje hatte schon immer den Traum, Medizin zu studieren und kann so ihre ersten Schritte machen. Für Libby Jaschinski war die Teilnahme an der AG eher eine spontane Entscheidung und die Chance, neue Leute außerhalb ihrer Klasse kennenzulernen. Die 16-jährige Johanna Kahl kam über ihre Mutter, die sich in der DLRG mit Rettungshilfe auseinandersetzt, auf die Idee.

„Teilnehmen kann grundsätzlich jeder ab der achten Klasse, der die Prüfung im Vorhinein abschließt.“ Noch trifft sich die AG einmal pro Woche in einer Videokonferenz zur Besprechung. Bald soll aber auch das wieder wie gewohnt in Schule möglich sein.

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Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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