Schutz gegen Mobbing und sexuelle Gewalt

Sicherheitstraining

"Nein. Nein! Nein!" Die energischen Kinderstimmen aus der Aula des Ruhrtal-Gymnasiums (RTG) konnte man am Wochenende bereits von Weitem hören. Unter dem Motto „Starke Kinder wehren sich“ nahmen Schüler und Eltern an einem Sicherheitstraining teil.

SCHWERTE

von Von Lena Beneke

, 10.10.2011, 06:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Rollenspielen trainierten die Schüler beim Selbstbehauptungskurs im Ruhrtal-Gymnasium.

In Rollenspielen trainierten die Schüler beim Selbstbehauptungskurs im Ruhrtal-Gymnasium.

Teilgenommen haben neben 15 Kindern der fünften und sechsten Klassen auch interessierte Eltern. Es sei wichtig, nicht nur den Schülern eine Grundlage in Selbstverteidigung und Selbstbehauptung zu geben, sondern sie zusätzlich durch eine elterliche Basis zu stärken, erklärt Tobias Auradniczek aus dem Team von André Engel (Engel Sicherheitstraining). Während Auradniczek gemeinsam mit den Kindern Techniken gegen sexuelle Übergriffe und Mobbing übt, klärt André Engel in einem Nebenraum die etwa 20 Eltern über Formen der Gewalt und den richtigen Umgang mit ihnen auf. „Auch der schlimmste Schlägertyp muss sich dem Gesetz beugen“, erklärt er.

Da spiele es keine Rolle, wie alt Täter oder Opfer seien. Zur Vorbeugung sollten Eltern schlechtes Verhalten eher früher als später sanktionieren. „Die Schallmauer liegt bei etwa 13 Jahren. Es ist schwer, die älteren Jugendlichen zu erreichen. Vermitteln Sie deshalb Werte!“ Das Sicherheitstraining fand in dieser Form erstmals am RTG statt. Vermittelt wurden die Grundlagen auf spielerische Art. Es gehe darum, „Strategien zu lernen und anzuwenden“, so Mitorganisatorin Sabine Höher. lena

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