Schwerte an die Hauswand gesprüht

Graffiti

SCHWERTE Die Vorlage: ein altes Motiv von 1500. Die Umsetzung: moderne Mittel wie Spraydosen und Airbrush-Pistole. Am kleinen Markt entsteht derzeit eine Ansicht von Schwerte als Graffiti.

von Von Nicole Giese

, 12.10.2009, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am "Kleinen Markt " wird die Graue Beton Konstruktion mit einem Graffitti verschönert.

Am "Kleinen Markt " wird die Graue Beton Konstruktion mit einem Graffitti verschönert.

„Diese Wand sah immer ziemlich schäbig aus“, erinnert sich Dirk Kreckel. Deshalb reichte er bei Touristik-Experte Uwe Fuhrmann einen Vorschlag für die Gestaltung an – und stieß auf offene Ohren. Als Geldgeber stellte sich die Sparkasse zur Verfügung, auch die zuständigen Ämter, die Eigentümer des City-Centrums und der Hausbesitzer selber gaben ihr O.K. Gestern startete das Trio mit seiner Verschönerungsaktion. Bevor die drei loslegen können, müssen zunächst die Wände gesäubert und von Plakatresten befreit werden. Nachdem der Untergrund grundiert und vorgestrichen ist, folgt der Griff zur Spraydose.

In großen Pappkartons stehen die Farben auf dem Boden, es läuft Musik. Mit der Airbrush-Pistole zeichnet Ted Bartnik feine Linien auf die Wand, lässt ein Haus nach dem anderen entstehen. Markanter Blickfang: die Turmspitze von St. Viktor. Für die Hügel hinter den Stadtmauern steigt Ted Bartnik auf die Leiter, um die Landschaft in Grün- und Gelbtönen aufzusprühen. Auf einem Pfeiler soll eine 360-Grad-Ansicht von der alten Burg in Wandhofen entstehen.

Neugierige Blicke sind den drei Künstlern sicher. Viele bleiben kurz stehen, um ihnen bei ihrer Arbeit zuzusehen. Die meisten finden die Aktion gut. Auch Herbert Hermes, Leiter des Kulturamtes, zeigt sich angetan von dem Graffiti. Und weist gleich auf die übrigen Betonarkaden hin. Dirk Kreckel blickt sich um: „Hier könnten wir noch einiges mehr tun“, erklärt er. Wenn sich noch weitere Sponsoren finden.

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