Schwerte ist bereits für Frost und Schnee gerüstet

Streusalz für freie Straßen

Einen kleinen Vorgeschmack auf den Winter 2016/17 gab es am Wochenende: Minustemperaturen und Raureif. Ob eher warm und schmuddelig oder kalt und gar schneereich - die Prognosen der Wetterexperten gehen auseinander. Gerhard Krawczyk und sein Team vom Schwerter Bauhof sind auf alles vorbereitet.

SCHWERTE

, 19.11.2016, 05:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf was für einen Winter hat sich der Bauhof mit seinem Winterdienst vorbereitet?

„Wie immer auf einen durchschnittlichen“, antwortet Gerhard Krawczyk auf Nachfrage gelassen. Im Silo lagern noch die rund 250 Tonnen Salz aus dem Winter 2015/16. Nachkaufen musste der Bauhofleiter keinen Krümel. „2015/16 haben wir kaum Salz verbraucht, die Anzahl der Streueinsätze ließ sich an einer Hand abzählen“, sagt Krawczyk.

Reichen die 250 Tonnen auch für einen harten Winter?

Nein, dann muss der Bauhof nachordern. Das sei, so Krawczyk, aber auch kurzfristig kein Problem. Die Stadt habe Verträge mit Salzlieferanten abgeschlossen, die eine Lieferverpflichtung innerhalb von 48 Stunden beinhalten.

Wie ist das Bauhof-Team für den Winter aufgestellt?

Der Bauhof verfügt über drei große Streufahrzeuge und zwei kleinere für die Gehwege und enge Stellen. Rund 15 Leute sind im Dienst: Der Leiter, sieben Mann auf den großen Fahrzeugen, zwei auf Kleinfahrzeugen und drei bis sechs Handstreuer.

Wie funktioniert das mit der Rufbereitschaft?

Die Rufbereitschaft beginnt um 4 Uhr morgens. Ab dann muss sich das Team zu Hause bereithalten, um im Ernstfall rauszufahren, sagt Gerhard Krawsczyk. Für die Fahrzeuge gilt die Rufbereitschaft bis um 22 Uhr, für die Handstreuer bis um 20 Uhr. Über Nacht gibt es keine Rufbereitschaft.

Und wer entscheidet dann, wie und wann die Fahrzeuge ausrücken müssen?

Der Leiter behalte den Wetterdienst im Auge, erklärt Krawczyk. Sei der nicht eindeutig, fahre der Einsatzleiter früh morgens ab 4 Uhr neuralgische Stellen, an denen es im Stadtgebiet glatt werden könnte, ab und schaue sich die Verhältnisse vor Ort an. Das seien zum Beispiel der Bürenbruch und Reingsen aber auch die Heidestraße auf der Schwerterheide. Droht überfrierende Glätte, alarmiert der Leiter sein Team.

Und wie lange dauert es, bis der Streudienst durch ist?

Das hänge, sagt Gerhard Krawczyk, vor allem vom Verkehrsaufkommen ab. Starte der Streudienst schon früh um 5 Uhr, sei er bis 8 Uhr durch. Setzen Frost und Glätte aber erst im Morgengrauen ein, kämen die Streufahrzeuge in den Berufsverkehr. Dann dauere es länger, bis überall gestreut sei.

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