Schwerte und Arnsberg geben mehr Geld für die Ganztagsbetreuung an Schulen aus

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Mehr Geld für die Offene Ganztagsbetreuung an den Grundschulen in Schwerte: Die Bezirksregierung und die Stadt stocken die Summe für das Jahr 2019/20 auf. Und auch für Gymnasien ist Geld da.

Schwerte

, 16.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Mehr als 1,2 Millionen Euro gibt das Land NRW im kommenden Schuljahr für die Offene Ganztagsbetreuung (OGS) an den sieben Grundschulen in Schwerte aus. Das ergibt sich aus den Zahlen, die die Bezirksregierung Arnsberg am Montag veröffentlichte.

Offiziell kommt das Geld aus verschiedenen Töpfen: Einerseits gibt es Geld pro Kind, das in einer OGS angemeldet ist: knapp 1650 Euro. Für Kinder, bei denen ein „erhöhter Förderbedarf“ besteht, gibt es noch mehr Geld: rund 2250 Euro.

Stadt und Land müssen abgleichen: Wie viele Kinder waren tatsächlich da?

Die Berechnung ist kompliziert - und dennoch ganz einfach: Die Stadt teilt vorab mit, wie viele Schüler im kommenden Schuljahr wohl das OGS-Angebot nutzen werden. Die Bezirksregierung in Arnsberg berechnet das dann stellvertretend für das Land NRW. Und im Schuljahr wird dann noch einmal abgeglichen: Sind tatsächlich alle zunächst angemeldeten Kinder in die OGS gegangen oder haben sich die Zahlen geändert? In diesen Fällen erhält die Stadt nachträglich noch Geld oder muss etwas ans Land zurückzahlen.

Diese Berechnung finde dann „schulscharf“ statt, heißt es dazu aus dem Rathaus - also genau heruntergerechnet auf den tatsächlichen Bedarf in den Schulen.

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Zahl der OGS-Anmeldungen sinkt von 704 auf 698

2019/20 sinkt der Bedarf der Eltern geringfügig. Waren im gerade abgelaufenen Schuljahr noch 704 Mädchen und Jungen nach dem Unterricht in der OGS-Betreuung an den Grundschulen, werden es nach den Sommerferien nur noch 698 sein.

Dass es trotzdem deutlich mehr Geld gibt als 2018/19, hängt damit zusammen, dass der Fördersatz des Landes pauschal um drei Prozent steigt. Soll heißen: Das Land NRW hat sich verpflichtet, mehr Geld in die OGS zu stecken. Im gleichen Maße steigt übrigens der Eigenanteil der Stadt Schwerte.

106 der 698 sind „Schülerinnen und Schüler mit einem erhöhten Förderbedarf“. Dieser Anteil liegt in etwa bei dem des Vorjahres (109 von 704).

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In vergleichbaren Städten gibt es weniger Plätze

In Kamen und Bergkamen - also in Städten, die nur wenige Tausend Einwohner mehr oder weniger als Schwerte haben - gibt es übrigens nur zwischen 500 und 600 OGS-Plätze. Also deutlich weniger als in Schwerte. Und dementsprechend auch weniger Geld.

Zuschüsse vom Land gibt es auch für das Programm „Geld oder Stelle“, aus dem die pädagogische Übermittagsbetreuung an weiterführenden Schulen bezahlt wird. 50.660 Euro gibt es - Geld für die Gymnasien in Schwerte. Denn an den Gesamtschulen gibt es den gebundenen Ganztag, also die Mischung aus Unterricht und AGs bis in den Nachmittag hinein. Weswegen dort eine Übermittagsbetreuung überflüssig wäre.

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