Schwerte und Iserlohn planen gemeinsame Schule

Interkommunale Zusammenarbeit

Eine Schule für zwei Städte: Schwerte und Iserlohn wollen gemeinsame Sache machen - auch wenn die Planungen noch lang und kompliziert sind. Wo sind mögliche Standorte? Wer muss noch mit wem reden? Und wann geht es weiter? Die Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier.

SCHWERTE

, 27.06.2014, 05:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wohin sollen die Schüler künftig gehen? In Schwerte (hier die Hauptschule) gibt es ebenso passende Gebäude wie in Iserlohn.

Wohin sollen die Schüler künftig gehen? In Schwerte (hier die Hauptschule) gibt es ebenso passende Gebäude wie in Iserlohn.

Die Stadt wollte in Hennen - also in der Nähe der Grenze zu Iserlohn - eine Gesamtschule errichten. Die Pläne scheiterten aber an einem Bürgerbegehren, das die CDU in die Wege geleitet hatte.

Beide Städte verfügen über mögliche Standorte. Sie reichen von der ehemaligen Hauptschule Hennen bis zum Schwerter Schulzentrum Nord-West. Auch das Gebäude der Schule an der Ruhr könnte kurzfristig zur Verfügung stehen. Denn derzeit arbeitet der Kreis an seinem Schulentwicklungsplan für Förderschulen.

Seit dem Anrecht der Eltern, Förderschüler auch auf Regelschulen anmelden zu dürfen, stehen viele Förderschulen auf der Kippe, weil sich nicht mehr genügend Schüler anmelden. Am 24. September will der Kreis sein Konzept für die Förderschulen vorstellen. Bis dahin mache eine Diskussion keinen Sinn, so Schwertes Schuldezernent Hans-Georg Winkler.

Noch in den Sommerferien wollen Schwertes Bürgermeister Heinrich Böckelühr und sein Iserlohner Amtskollege Peter Paul Ahrens bei der Bezirksregierung in Arnsberg vorstellig werden. Und dort ausloten, was geht.

Wegen der Kommunalwahlen am 25. Mai. Der alte Schulausschuss war ab dann nicht mehr zuständig - und der neue Schulausschuss muss sich erst gründen.

So schnell nicht - und das ganz egal, wie das Gespräch in Arnsberg ausgeht. Denn vor der zweiten Sitzung des Schulausschusses in Schwerte dürfte gar nichts entschieden sein. Und die Sitzung ist erst im November 2014.

Sie werden zumindest gefragt. Die alte Arbeitsgruppe Schulen will die Eltern der Schüler, die im Sommer 2015 die Grundschulen verlassen, noch einmal fragen, welche Schulformen sie wünschen. Ob schon für diese Altersklasse eine gemeinsame Iserlohner/Schwerter Schule angeboten werden kann, ist fraglich.  

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