Lebensgefahr

Schwerter (17) verliert Kopfhörer und springt in Gleise am Bahnhof Holzwickede

Seine Kopfhörer hätten einem 17-Jährigen fast das Leben gekostet. Diese waren ihm am Holzwickeder Bahnhof in die Gleise gefallen. Er sprang hinterher, sah aber nicht den einfahrenden Zug.
Am 25. April kommt es am Abend zu Ausfällen der RB 59 zwischen Holzwickede und Soest. © Udo Hennes

Ein 17-Jähriger aus Schwerte hat sich am vergangenen Freitag am Bahnhof in Holzwickede in Lebensgefahr begeben. Der einfahrende Zug musste eine Schnellbremsung einleiten.

Nach Angaben der Polizei hielt sich der Jugendliche aus Schwerte gegen 12 Uhr auf einem Bahnsteig im Holzwickeder Bahnhof auf. Dabei soll ihm sein Kopfhörer in die Gleise gefallen sein. Um diese zu suchen, soll er in die Gleise gesprungen sein und begab sich dadurch in Lebensgefahr.

Gleichzeitig fuhr der RE15 ein – und musste eine Schnellbremsung aus einer Geschwindigkeit von 90 km/h einleiten. Nur knapp konnte ein Unfall verhindert werden.

Strafverfahren gegen den 17-Jährigen eingeleitet

Ob durch die Schnellbremsung Personen in dem Zug zu Schaden kamen, müssen weitere Ermittlungen ergeben. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren des Bahnverkehrs und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Halten Sie sich auf dem Bahnsteig nicht unmittelbar an der Bahnsteigkante auf.
  • Die weiße Sicherheitslinie auf dem Boden markiert den sicheren Abstand zur Bahnsteigkante. Übertreten Sie die Sicherheitslinie erst dann, wenn der Zug hält.
  • Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich Züge bewegen.

Denn Züge …

  • durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.
  • können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg.
  • nähern sich fast lautlos.. Ein elektrisch betriebener Zug – selbst mit über 200 Stundenkilometern – ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt.
  • fahren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein Gleis in beide Richtungen befahren.

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