Parteisprecher Thomas Möller benennt, was ein Kandidat oder eine Kandidatin für das Kanzleramt seiner Meinung nach mitbringen sollte. © Die Grünen
Bundestagswahl 2021

Schwerter Grüne zufrieden mit Wahlergebnis – Klarer Wunsch in Sachen Koalition

Die Grünen konnten bei der Wahl gegenüber 2017 deutlich an Zuwachs gewinnen. Vorstandsmitglied Thomas Möller ist zufrieden, stellt aber auch Gründe für den Verlust seit Wahlkampfbeginn heraus.

Bei der Bundestagswahl am 26. September konnten die Grünen im Wahlkreis Unna I, zu dem auch die Stadt Schwerte gehört, ordentlich zulegen. Mit 13,86 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis für Direktkandidat Michael Sacher (2017: 6,4 %) und 13,62 Prozent der Zweitstimmen (2017: 6,9 %) konnte die Partei ihre Wahlanteile mehr als verdoppeln.

Direktkandidat Michael Sacher konnte über die Landesliste der Grünen schließlich sogar in den Bundestag einziehen.

Zufrieden mit dem Ausgang der Wahl in Schwerte

Bei den Schwerter Grünen sei man im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Ausgang der Wahl im Kreis Unna, erklärte Grünen-Vorstand Thomas Möller am Montag (27.9.) auf Anfrage der Redaktion. „Schaut man sich das Zahlenwerk an, haben wir 8,2 Prozent und 2257 Wähler dazugewonnen.“

In Schwerte kam Direktkandidat Michael Sacher auf 15,31 Prozent der Erststimmen, die Partei schaffte es in der Ruhrstadt auf 16,24 Prozent der Zweitstimmen.

Dass mit Michael Sacher auch der Direktkandidat für Unna in das Parlament einziehe, zeige, dass sich der Aufwand der letzten Monate gelohnt habe. Insgesamt sei das Feedback innerhalb der und um die Partei sehr positiv ausgefallen.

Mit Blick auf das Gesamtergebnis der Wahl im Bund reagierte Möller mit einem lachenden und einem weinenden Auge – stellte aber auch klar, dass jeder in der Partei dazu seine eigene Ansicht habe: „Erst einmal ist die Option mitzuregieren gegeben. Die 15 Prozent sind nach diesem schwierigen Wahlkampf und den Startproblemen dennoch sehr gut.“

Zu Beginn des Wahlkampfs stand Bündnis90/Die Grünen zwischenzeitlich bei Umfragewerten von knapp 28 Prozent.

Möller stellt sich gegen Jamaika-Koalition

Als Grund für den Verlust der Zustimmung bis zum Wahlabend nannte Thomas Möller am Montag mehrere Gründe. „Einerseits ist Annalena Baerbock zu Beginn des Wahlkampfes vielleicht etwas zu unprofessionell aufgetreten. Vielleicht waren manche Botschaften auch zu krass und haben die Leute verschreckt.“

Vor den nun anstehenden Koalitionsverhandlungen spricht sich der Schwerter Grünen-Vorstand im Namen des Ortsverbandes für eine zukünftige Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP aus.

Sowohl er selbst als auch die Basis der Partei insgesamt stelle sich gegen eine Jamaika-Koalition mit der CDU als Regierungspartner. „Im Ampel-Bündnis sehe ich deutlich mehr inhaltliche Nähe zwischen den Beteiligten“, so Möller. „Mit der SPD steht ein Wahlsieger fest und der Wille des Volkes spricht gegen die CDU.“

Bei einer Vorstandssitzung der Grünen am kommenden Donnerstag (30.9.) setze man sich noch einmal für ein gemeinsames Statement zusammen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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