Schwerter Laternenweg: „Werden wir früh genug wach oder wird ein Stück Historie begraben?“

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Der Schwerter Laternenweg, ein Stück regionale Kultur – vom Aussterben bedroht? Das fragt sich Kerstin Plöger vom Bündnis „Gemeinsam für Schwerte“. Eine Stellungnahme:

Mitten auf dem Marktplatz stehen sie, einige der wunderschönen alten Laternen, auf denen scherenschnittartige Bilder einzelner Sagen zu sehen sind.

Einige Mitglieder des Bündnisses „Gemeinsam für Schwerte“ (GfS) sind (in diesen Tagen) zusammen mit Frau Hanné auf diesen historischen Spuren unterwegs gewesen. Stimmungsvoll war es, den Geschichten unter den Laternen zu lauschen: „Die Weiße Frau vom Wuckenhof“ oder die Sage, weshalb der Turm von St. Viktor schief wurde.

Der Heimatverein Schwerte hatte einst die Idee für einen Laternenweg. © GfS

„Alle Laternen stehen an den originalen Schauplätzen“, erklärte Frau Hanné. Um 1850 wurden westfälische Volkssagen erstmals in einem historischen Reisebericht notiert. Um diese reiche, regionale Kultur zu bewahren, wurde der Schwerter Laternenweg geschaffen.

Für die Neugestaltung des Schwerter Marktplatzes sind moderne Laternen geplant – wird Schwerte ein Stück Historie begraben? Werden wir früh genug wach, um zu erkennen, dass wir auf dem Weg sind, Altstadtcharakter gegen Beliebigkeit einzutauschen?

Die scherenschnittartigen Bilder an den Laternen zeigen die markanten Szenen der alten Geschichten. © GfS

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