Schwerter parkte in 30er-Zone in der Innenstadt – und wundert sich über Knöllchen

mlzSenningsweg

In einer 30er-Zone darf man doch überall parken. Dachte Hans-Dieter Delisch und bekam ein Knöllchen. Am Senningsweg in der Schwerter Innenstadt ist es nämlich etwas komplizierter.

Schwerte

, 14.02.2020, 13:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um die 10 Euro geht es mir nicht. Die bezahle ich schon“, sagt Hans-Dieter Delisch: „Aber es geht mir ums Prinzip. Ich möchte wissen, warum ich hier nicht parken durfte.“

Delisch hatte sein Auto in einer 30er-Zone in der Schwerter Innenstadt abgestellt: auf dem Senningsweg, zwischen Poststraße und Karl-Gerharts-Straße, am rechten Straßenrand. Und das war verboten.

„Ich dachte immer, in einer 30er-Zone darf man parken.“
(Hans-Dieter Delisch)

Sicher habe er zunächst direkt bei der Stadt nachgefragt, warum das so gelaufen sei, so Delisch. Doch eine Antwort habe er nicht bekommen.

In der Tat ist es schwierig nachzuvollziehen: Im vorderen Bereich, also der Einbahnstraße zwischen Postplatz und Poststraße, sind am rechten Fahrbahnrand viele weiße Kästen, also ausgezeichnete Parkplätze. An anderen Stellen geben gezackte Linien das eindeutige Signal: Lieber Autofahrer, hier darfst du nicht parken.

Schwerter parkte in 30er-Zone in der Innenstadt – und wundert sich über Knöllchen

Die weißen Linien zeigen an, wo Parkplätze sind. Hinter der Kreuzung mit der Poststraße gibt es solche Linien aber nicht mehr. © Björn Althoff

Jetzt lesen

Straße gehört zu einer Parkscheiben-Zone

Auch auf der Poststraße selbst gibt es diese Flächen. Im hinteren Bereich des Senningswegs, also zwischen Poststraße und Karl-Gerharts-Straße, allerdings nicht. Habe das etwas damit zu tun, dass dieses Stück keine Einbahnstraße mehr ist, wundert sich Hans-Dieter Delisch. Oder mit dem Getränkehandel Althoff auf der rechten Fahrbahnseite?

„Ich dachte immer, in einer 30er-Zone darf man parken“, sagt er. Allerdings ist es beim Senningsweg etwas komplizierter. Die gesamte Straße gehöre zu einer Parkscheiben-Zone – genau wie die Poststraße, Gasstraße und Bahnhofstraße, erläutert Ingo Rous, der Sprecher der Stadt Schwerte.

Das sei auch an allen Einfahrten zu diesen Straßen durch Schilder so gekennzeichnet. Auf dem Senningsweg beträgt die maximale Parkdauer eine Stunde, anderswo auch zwei Stunden.

Schwerter parkte in 30er-Zone in der Innenstadt – und wundert sich über Knöllchen

Am Anfang des Senningswegs zu sehen: Hier ist eine 30er-Zone, aber das Parken auch nur an manchen Stellen erlaubt. © Björn Althoff

Parken nur erlaubt in eingezeichneten Zonen

Aber, so Rous, das Parken sei eben nur in den eingezeichneten Flächen erlaubt, nirgendwo sonst.

Und wieso gibt es keine eingezeichneten Flächen im kleinen Stück zwischen Poststraße und Karl-Gerharts-Straße? Da kann auch Rous nur vage bleiben. Das könne am möglichen Lieferverkehr für Firmen und Läden liegen. Oder auch an der Tatsache, dass dieser Teil keine Einbahnstraße sei. Was auch bedeute: die „verkehrliche Behinderung“ sei größer, weil Autos in beide Richtungen unterwegs sein könnten.

Lesen Sie jetzt