Schwerter Realschule soll zum Rathaus II werden

Neuer Verwaltungsstandort

Aus der Realschule am Stadtpark soll ein neues Schwerter Rathaus II werden. Das plant zumindest die Stadtverwaltung. Wenn die letzten Klassen die Schule verlassen haben, sollen im Herbst Mitarbeiter von Sozialamt und Jugendamt dort einziehen - doch beschlossen ist diese Lösung noch nicht.

SCHWERTE

, 09.02.2017, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwerter Realschule soll zum Rathaus II werden

Unter dem Schulhof der Realschule am Stadtpark in Schwerte sind krebserregende Stoffe verbaut. Laut Stadt besteht keine Gefahr, Eltern sind jedoch besorgt.

Die Stadtverwaltung hatte den Plan bereits Ende Januar im Ältestenrat vorgestellt. Am Donnerstag legte man einen Beschlussentwurf für den Rat der Stadt vor. Rund 1,2 Millionen Euro könne ein Umbau des Schulgebäudes in eine Verwaltungszentrale kosten, rechnete Bürgermeister Heinrich Böckelühr vor.

Etwa 400.000 Euro davon entfallen auf die technischen Anlagen. Der Rest geht für den Umbau der Klassenräume in Amtsstuben drauf. Das Gebäude an der Eintrachtstraße sei in einem baulich guten Zustand.

Zu wenig Platz im Rathaus

Seit das alte Rathaus II verkauft und abgerissen wurde, ist es eng in den verbliebenen Verwaltungsstandorten geworden. Vor allem im historischen Rathaus in der Innenstadt fehlt Raum, schildert Jutta Pentling von der Stadtverwaltung.

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Deshalb hatte man 2013 für die 18 Mitarbeiter des Bereichs Immobilienmanagement Räume oberhalb der Filiale der Deutschen Bank an der Rathausstraße angemietet. Sie könnten ins Rathaus zurückziehen, wenn dort der Bereich Jugendhilfe ausgezogen ist. Der Mietvertrag für die Rathausstraße läuft Ende April 2018 aus.

Viel Publikumsverkehr, weit außerhalb

Zu den rund 40 Jugendamtsmitarbeitern sollen sich die Bediensteten des Sozialamtes gesellen. Denn die sind derzeit weit außerhalb der Stadt, im neuen Rathaus II an der Konrad-Zuse-Straße beheimatet. „Eine ungünstige Lösung“, wie auch Jutta Pentling findet.

Denn mit Rentenberatung, Wohngeldstelle, der Verwaltung von Grundsicherung im Alter und der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz hatte man vor den Toren der Stadt Ämter mit viel Publikumsverkehr angesiedelt. Das könnte man durch die Umsiedlung in die Innenstadt ändern.

Werkräume nutzen

Dass es dort ein Kellergeschoss mit Werkräumen gibt, ist laut Bürgermeister Böckelühr ein weiterer Vorteil. Denn diese Räume könnten für zusätzliche Angebote der Jugendpflege genutzt werden. Und auch das Rucksackprojekt zur Sprachförderung türkischer Frauen und die Beratungsstelle des VdK, die Räume innerhalb des Schulgebäudes nutzen, könnten bei dieser Lösung im Haus bleiben.

Zunächst muss aber der Rat der Stadt den Plänen zustimmen. Der tagt am Mittwoch, 22. Februar um 17 Uhr im Rathaus, Rathausstraße 32. Bei Zustimmung könnte der Umzug der etwa 70 Mitarbeiter bereits im November erfolgen.

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