Schwerter Schüler organisieren Freitags-Demo für Klimaschutz

mlz#fridaysforfuture

Mehr Klimaschutz und Kohle-Ausstieg - das sind Forderungen von Schülern aus Schwerte. Am Freitagmorgen veranstalten sie eine Demo vor dem Rathaus. Angefangen hatte alles in einer Whatsapp-Gruppe.

Schwerte

, 14.02.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

So fing alles an: Die Schülersprecher der Gesamtschule am Gänsewinkel, des Ruhrtal-Gymnasiums und des Friedrich-Bährens-Gymnasiums haben eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe. Dort tauchte der Gedanke auf, für Schwerte die Idee der Demos unter dem Motto #fridaysforfuture aufzugreifen: den Einsatz für Klimaschutz, der auf das Beispiel der schwedischen Schülerin Greta Thunberg zurückgeht.

Gesagt, verabredet, organisiert: Freitag, 15. Februar, 8.30 bis 10 Uhr, Demonstration vor dem Schwerter Rathaus. Offiziell angemeldet von Jonas Voß (18, Schüler der Gesamtschule am Gänsewinkel). Eine der Mit-Organisatorinnen: Alina Jagel (16). Zudem im Team: Gesamtschul-Schülersprecher Felix Strauß (19), Lynn Janke (17) und Hendrik Heithus (18), die so wie sie das Friedrich-Bährens-Gymnasium (FBG) besuchten, und viele andere.

Musik und Reden wird es demnach geben, viele Infos rund um Klimaschutz und die Kohle-Frage und zu weiteren verwandten Themen.

Warum? „Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommt, und die letzte Generation, die etwas gegen den Klimawandel unternehmen kann.“ So formulieren es die Organisatoren auf ihrer Facebook-Seite.

Schulleiter haben sich abgestimmt: Teilnahme ist nicht erlaubt

Eine Demo am Freitagvormittag, während der Schulzeit? Das dürfen die Schulleiter nicht genehmigen - selbst wenn sie die Beweggründe der Schüler nachvollziehen können.

In solchen Situationen sei es schon üblich, sich untereinander abzustimmen, erklärte FBG-Chef Heiko Klanke. Auch in diesem Punkt habe er sich mit Bärbel Eschmann (Ruhrtal-Gymnasium) und Jürgen Priggemeier (Gesamtschule am Gänsewinkel) ausgetauscht und abgestimmt.

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Gesellschaftliches Engagement gut - Schulschwänzen aber nicht

„Prinzipiell ist es ja begrüßenswert, dass Schüler etwas gemeinsam machen“, gibt Klanke das wieder, was für alle gelte. Auch gegen gesellschaftliches Engagement gehe, sei dagegen natürlich nichts einzuwenden. „Die Frage ist aber der Rahmen. Einen Aufruf zum Schulschwänzen können wir nicht gutheißen.“

Schüler hätten Schulpflicht - und Fehlstunden seien Fehlstunden. „Das deutlich zu sagen, auch gegenüber den Schülern und im Kollegium, ist meine Dienstpflicht“, so Klanke weiter. Für Schüler der Sekundarstufe I sei die Teilnahme an einer Vormittags-Demo noch riskanter: Ohne Aufsicht bestehe auch keine Versicherung.

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