Tour der Hoffnung – Oliver Trelenberg sammelte 9600 Euro und traf den Präsidenten

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Spendensammler Oliver Trelenberg ist bundesweit bekannt. Das sorgt nicht nur für hohes Spendenaufkommen, sondern auch für besondere Erlebnisse. Diesen Tag im Oktober wird er nie vergessen.

Schwerte

, 04.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oliver Trelenberg hat sein Glück gefunden. Im Sommer darf er nach Belieben Rad fahren, für ihn immer wieder ein beinahe meditatives Erlebnis. An den Stationen seiner „Tour der Hoffnung“ macht er Werbung für ein jährlich neues Projekt gegen Krebs.

Und erst wenn der Hagener, der mit seiner Spendentätigkeit in Schwerte begann, nach Hause kommt, erfährt er, wie viel Erfolg er hatte. Damit wurden auch die 3770 Kilometer, die er diesmal in 70 Tagen zurücklegte, zu einer unbeschwerten Zeit.

Diesmal mobilisierte er Spender für rund 9600 Euro, die an die Kinderklinik im Agaplesion Allgemeines Krankenhauses Hagen fließen.

Besuch beim Bundespräsidenten

Und neben dem Genuss der Radfahrens und der Genugtuung durch den Erfolg hatte Trelenberg in diesem Jahr einen dritten persönlichen Gewinn durch seine Aktivität.

Durch Vermittlung des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, der auch eine nicht genannte Summe spendete, durfte Trelenberg an der Zentralveranstaltung des Bundes zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier teilnehmen.

Dorthin fuhr er nicht mit dem Rad, sondern mit der Bahn. „Dafür ausgewählt zu werden, das war schon eine besondere Ehre“, berichtet Trelenberg auf Anfrage dieser Redaktion.

Spenden direkt zu den Organisationen

Diese Einladung des Ministerpräsidenten für Oliver Trelenberg Belohnung für ernsthafte, seriöse Arbeit. Darauf legt er Wert, denn immer wieder sieht er sich mit Zweifeln konfrontiert, ob das Geld, dass er sammelt, wirklich dem guten Zweck zukommt.

Diese Zweifel haben die Spender nicht, ist sich Trelenberg sicher. Denn die von ihm mobilisierten Spender wissen, dass sie das Geld direkt auf die Konten der jeweiligen Aktion einzahlen. Durch Trelenbergs Hände selbst fließt kein Cent. Nur durch den Vermerk „Tour der Hoffnung“ auf der Spendenquittung erfährt er, dass er für die Spende verantwortlich war.

Zum ersten Mal nach München

Für Oliver Trelenberg ist nach der Tour vor der Tour. Die Vorweihnachtszeit wird er damit verbringen, seine Route für 2020 zu planen. „Da müssen eine Menge Hotelzimmer gebucht werden“, sagt der 54-jährige Frührentner. Im kommenden Jahr wird er für Hilfsorganisation „Flying Hope“ zu Spenden aufrufen.

Und er hat sich eine besonders lange Tour vorgenommen. Obwohl er seit 2015 in jedem Sommer unterwegs war, hat er München noch nicht besucht. Das will er nun nachholen. Rund 5000 Kilometer, so schätzt er, wird seine nächste Rundfahrt deshalb messen.

Das Fahrradfahren ist Oliver Trelenbergs Lebensinhalt, seit er 2013 an Krebs erkrankte. Das Radfahren, so berichtet er, habe ihm damals Halt geboten. Nun nutzt er seine Fahrradleidenschaft, um Projekte gegen Krebs zu fördern.

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