Sich aufopfern für das kranke Kind? Warum das keine Lösung sein kann

VHS-Vortrag

Was tun Eltern, wenn ihre Kinder psychisch krank sind? Richtig: Sie wollen helfen - oft ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit. Dabei gibt es Gründe zu sagen: „Aufopfern ist keine Lösung“.

Schwerte

23.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sich aufopfern für das kranke Kind? Warum das keine Lösung sein kann

Wollen Raum für Gespräche bieten: Anette Engelhardt (Sozialpsychatrischer Dienst Unna), Susanne Götz (Selbsthilfe Unna) und Katrin Stolz (VHS Schwerte, v.l.) © Karin König

Wenn Kinder psychisch erkranken, ist das oft eine Belastung für die ganze Familie. „Viele Eltern fühlen sich mit ihren Sorgen allein gelassen“, erzählt Susanne Götz von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna.

Deshalb hat die Informationsstelle zusammen mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst Unna und der Volkshochschule Schwerte am Donnerstag, 26. September, einen Vortrag für Betroffene organisiert. Die Veranstaltung trägt den Titel „Aufopfern ist keine Lösung“ und beginnt um 19 Uhr in der Volkshochschule Schwerte, Am Markt 11.

Eine betroffene Soziologin aus Berlin gibt Tipps

Die Soziologin Janine Berg-Peer aus Berlin ist als Referentin eingeladen und wird darüber sprechen, wie Eltern ihre Kinder unterstützen können, ohne selbst darunter zu leiden. Sie ist auch persönlich von dem Thema betroffen, weil ihre Tochter vor 17 Jahren an Schizophrenie erkrankte.

Zusätzlich zum Vortrag stellt Susanne Götz die Selbsthilfeangebote des Kreises Unna vor und Anette Engelhardt vom Sozialpsychiatrischen Dienst Unna wird Interessierten als Gesprächspartnerin zur Verfügung stehen. „Wir wollen möglichst viele Perspektiven auf das Thema Mentale Gesundheit bieten“, erklärt Katrin Stolz von der Volkshochschule Schwerte. Karten kosten fünf Euro und können bei der VHS oder an der Abendkasse erworben werden.

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