Siebenjährige bestätigt Missbrauchsvorwurf

Landgericht Hagen

"Als sie erfahren hat, dass sie hier aussagen muss, hat sie schon Angst bekommen." Ein Therapeut schilderte am Montag, was im Kopf des siebenjährigen Mädchens vor sich gegangen ist. Schuld ist ein 35-Jähriger, der sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs vor dem Hagener Landgericht verantworten muss.

SCHWERTE

von Von Jana Peuckert

, 11.04.2011, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestätigte das Mädchen im Wesentlichen die Anklage. Zuvor hatte ein Therapeut Angaben über den derzeitigen Zustand der Siebenjährigen gemacht. Seit einem Monat befindet sich das Kind in einem psychiatrischen Krankenhaus in Dortmund, ist dort bei ihm in Behandlung. Der 44-Jährige erklärte gestern, dass es für genaue Angaben noch zu früh sei. Allerdings seien Verhaltensauffälligkeiten bei der Patientin zu erkennen, deren Ursache in einer posttraumatischen Belastungsstörung liegen kann.Über den Vorfall habe sich das Kind nicht geäußert. Eine posttraumatische Belastungsstörung werde jedoch in der Regel durch ein massives Erlebnis hervorgerufen. Der Therapeut gab zudem an, das Mädchen weise Bindungsstörungen auf. Einerseits fasse die Siebenjährige schnell Vertrauen und gehe auf Menschen zu. Andererseits zeige sie sich in neuen Situationen auch oft ängstlich. Heute wird der Prozess mit weiteren Zeugen fortgesetzt. 

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