Jörn Sewing, Inhaber des First Reisebüros in Schwerte, sieht gerade bei Flugreisen kein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Urlauber. © Sewing
Urlaubsreisen

Sommerurlaub 2021: „Zwei Länder sind besonders sicher für Reisende“

Mit dem Sommer lockert sich Deutschland wieder und viele Urlaubsziele sind schon ausgebucht. Doch was sollten Reisende trotzdem beachten und welche Ziele sind besonders sicher?

Die Inzidenzen sind in den letzten Wochen stark gesunken. Viele Reisebeschränkungen wurden von Seiten der Bundesregierung gelockert. Auf der anderen Seite ist die Delta-Variante im Infektionsgeschehen auf dem Vormarsch. Portugal wurde als Virusvariantengebiet eingestuft – die Reisebeschränkungen für bestimmte Länder haben sich wieder verschärft. Was heißt das für den Sommerurlaub und welche Tipps sollten Reisende beachten?

Zwar ausgebucht, aber auch überschaubar

„Seit Anfang Mai buchen viele Reisewillige wieder Urlaub“, berichtet Jörn Sewing, Inhaber des First Reisebüros in Schwerte. „Die Menschen haben ja lange darauf gewartet, wieder reisen zu können.“ Dass es momentan so aussehe, als sei der Andrang so groß, dass vieles schon ausgebucht sei, habe aber andere Gründe. Zum einen müssten viele Maschinen nach einem Jahr Pause erst einmal gewartet und wieder in Stand gesetzt werden.

Zum anderen gebe es auch ein Problem mit den Piloten. „Jeder Pilot muss eine Mindestanzahl an Flugstunden absolviert haben, um ein Passagierflugzeug fliegen zu dürfen. Viele müssen nun erst einmal in eine Art Nachprüfung“, erklärt Sewing. Das Angebot sei somit zwar ausgebucht, aber dennoch sehr überschaubar. Viele Hotels gingen aus Angst vor kurzfristigen Schließungen zudem noch sehr vorsichtig mit Öffnungen um. Die Hoteliers, gerade kleinerer Betriebe, müssten ihre Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen und damit ein hohes wirtschaftliches Risiko eingehen.

Kein Sicherheitsrisiko auf Flugreisen

Grundsätzlich sieht Sewing gerade bei Flugreisen kein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Urlauber – zumindest was eine mögliche Infektion angeht. „Nach den beiden Studien des RKI ist der Anteil an Infektionen auf Flugreisen verschwindend gering“, so Sewing. „Durch Tests, Einreiseformulare und Hygienekonzepte kann man momentan eigentlich nicht sicherer reisen.“

Für die Kunden selbst sei natürlich dennoch das Risiko gegeben, dass Reisen von Seiten der Bundesregierung oder des Einreiselandes kurzfristig durch Beschränkungen ausfallen müssen. In manchen Fällen sei das verständlich, in anderen Fällen sollten die Staaten die Einreisebeschränkungen jedoch etwas genauer überdenken. „Wenn wir nach Portugal und genauer gesagt auf die Insel Madeira schauen, ergibt die Einstufung als Virusvariantengebiet wenig Sinn“, so Sewing. „Madeira wird als Teil von Portugal mitgelistet, obwohl es über 1000 Kilometer vom Festland entfernt ist und eine niedrigere Inzidenz als Deutschland hat.“

In zwei Ländern lohnt der Urlaub

Wer bei seiner Urlaubsplanung für den Sommer Sicherheit haben will, dem empfiehlt der Leiter des First Reisebüros in Schwerte neben Deutschland und Österreich zwei weitere Länder: Spanien und Griechenland. „Diese beiden Länder werden wohl mindestens bis zum Herbst für deutsche Urlauber offen bleiben, weil sie sehr professionell mit der Situation umgehen“, erklärt Sewing.

Das letzte Jahr habe gezeigt, dass Griechenland und Spanien gute Hygienekonzepte ausgearbeitet haben und diese auch organisiert umsetzen. „Wer am Ende des Urlaubes sagen möchte, es hat sich gelohnt, der sollte in diese Länder reisen.“ Von Langstreckenflügen in exotischere Länder, wie es vor Corona üblich war, rät Sewing momentan eher noch ab. Die Reisebeschränkungen, vor allem im asiatische Raum, seien aus deutscher Sicht noch sehr restriktiv.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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