SPD will Verkehr in Schwerter Innenstadt umlenken

Interaktive Karte

Die SPD will die Einbahnstraßen in der Schwerter Innenstadt umdrehen. In Zukunft soll der Durchgangsverkehr direkt auf der Ostenstraße fahren und nicht über die Brück- und Hellpothstraße gehen. So sollen die beiden Straßen ruhiger werden und in die Altstadt einbezogen werden. Wir haben auf einer Karte illustriert, was die SPD vorhat.

SCHWERTE

, 05.04.2016, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Fachwerkhäuser säumen die Hellpothstraße in der Altstadt, die Brück- und Ostenstraße verbindet.

Viele Fachwerkhäuser säumen die Hellpothstraße in der Altstadt, die Brück- und Ostenstraße verbindet.

Im Mobilitätskonzept für die Innenstadt hatten die Verkehrsexperten vorgeschlagen, die Einbahnstraße zwischen Markt und Ostenstraße umzudrehen. Die SPD geht jetzt noch einen Schritt weiter. Sie will prüfen lassen, ob man zusätzlich ein Stück der Brückstraße sperren kann, um möglichst viel Verkehr auf der Brückstraße zu verhindern.

So ist es bisher:

Die Einbahnstraßen sind so angelegt, dass die Autofahrer, die von der Hagener Straße über die Ostenstraße weiter auf die Schützenstraße fahren wollen, momentan einen Umweg über die Brück- und Hellpothstraße machen müssen. Von der Hagener Straße dürfen sie nicht nach links auf die Ostenstraße abbiegen, sondern müssen nach rechts in die Brückstraße einbiegen. Der gesamte Durchfahrtsverkehr läuft also über die beiden historischen Straßen - quasi rechts herum.

So stellt es sich die SPD vor:

Geplant ist, dass die Autos links herum geführt werden - direkt über die Ostenstraße. Für den Durchgangsverkehr soll es also nicht mehr erlaubt sein, rechts auf die Brückstraße zu fahren. Um dorthin zu gelangen, müssen Autofahrer von der Ostenstraße rechts in die Hellpothstraße einbiegen und dann weiter zur Brückstraße fahren. So würden die beiden Straßen künftig nur noch als Anfahrtswege für die Parkplätze „Im Reiche des Wassers“ und die Tiefgarage oder als Anliegerstraße dienen. Wer aus der Tiefgarage kommt, darf nur nach rechts in Richtung Ostenstraße abbiegen. 

So lesen Sie die Karte:

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Das ist das Ziel des Vorschlags:

„Die sehr stark durch historische Gebäude geprägte Hellpothstraße und Brückstraße würden vom Durchgangsverkehr befreit“, erklärt Fraktionsvorsitzende Angelika Schröder in ihrem Antrag an den Planungsausschuss. Die Straße könnte mittelfristig umgebaut und in die Altstadt mit einbezogen werden.

Das neue Ensemble am Marktplatz könnte mit dem benachbarten Calvinhaus und der Großen Marktstraße gestalterisch zu einer Einheit verbunden werden, so SPD-Verkehrexperte Heinz Haggeney am Montag auf Anfrage. „Uns geht es darum, die Altstadt aufzuwerten.“ Eine Parkregelung müsste den Autofahrern frühzeitig signalisieren, wenn die Parkplätze besetzt sind.

Die Experten des Büros SHP hatten im Oktober die Umkehrung der Einbahnstraßen in ihrem Entwurf zum Mobilitätskonzept vorgeschlagen. So könne man die Tiefgarage und die Parkplätze schneller erreichen und gleichzeitig den Verkehr vor St. Viktor verlangsamen.

Allerdings wollen sie die Busse künftig in der Hagener Straße halten lassen und über die Brückstraße zur Ostenstraße führen. 

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