Sportler besorgt: Hallenboden in Ergste zu rutschig

Hohe Schmutzbelastung

Die Tischtennisspieler halten den Boden in der Turnhalle der Ergster Grundschule für zu rutschig. Angeblich habe es bereits erste Stürze gegeben. Die Stadt Schwerte beteuert, die Halle würde regelmäßig gereinigt werden. Trotzdem könnte die Schmutzbelastung über den Tag zu hoch sein.

SCHWERTE

, 21.11.2016, 18:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Hallenboden der Sporthalle Ergste soll zu rutschig sein.

Der Hallenboden der Sporthalle Ergste soll zu rutschig sein.

„Der erste Sportler hat sich schon auf den Rücken gelegt. Das ist einfach gefährlich.“ Marcus Schmidt, Geschäftsführer der Tischtennisabteilung der SG Eintracht Ergste, hat sich auch schon Beschwerden von gegnerischen Mannschaften über den glatten Hallenboden in der Ergster Grundschulturnhalle anhören müssen.

Die Problematik ist bereits bekannt

Das Thema ist offenbar nicht ganz neu, denn die Stadt hat bereits 2015 ein Gutachten „zur Ermittlung der Gleitreibung auf dem Oberbelag des Sportbodens“ erstellen lassen. Das Institut für Sportstättenprüfung in Bad Laer sei damals zu der Erkenntnis gekommen, berichtet Schmidt, dass mit Boden und Reinigung alles in Ordnung gewesen sei. Wie die Stadt Schwerte den Vereinsvertretern erklärt hat, wird die Halle jeden Morgen gereinigt. Mehrmals wöchentlich stelle die Anwendung eines Grundreinigers zur Entfernung von Reinigungsrückständen sicher, dass das nachfolgende Auftragen einer rutschhemmenden Bodenpflege die gewünschte Wirkung entfalten könne.

Wird der Boden über den Tag rutschiger?

Dieses Vorgehen entspreche auch den Empfehlungen des Gutachtens von 2015. Und seitdem, so Jutta Pentling von der Stadtverwaltung, habe es auch keine Beschwerden mehr gegeben – bis sich jetzt die SG Eintracht Ergste an die Stadt gewandt habe. Da sich die Beschwerden zur Bodenglätte ausschließlich auf abendliche Trainingsstunden beziehen, geht man bei der Stadt davon aus, dass die Staub- und Schmutzschicht in der Halle im Laufe des Tages zunimmt. Ein zusätzlicher Reinigungsdurchlauf am Nachmittag sei aber nicht realistisch, denn dafür müsste die Halle mehrere Stunden bis zur vollständigen Trocknung geschlossen bleiben, weitere Hallenzeiten würden wegbrechen. Das sei angesichts der durch die Flüchtlinge angespannten Hallensituation keine Alternative.

Sportler haben Angst vor Verletzungen

Marcus Schmidt vergleicht die Gleitreibungs-Prüfung auf einer gereinigten Oberfläche mit PKW-Abgastests auf Prüfständen: „Die haben mit der Realität nicht viel zu tun. Fakt ist, dass gegen Abend ein weißer Film auf dem Hallenboden liegt und wir unseren Sport nicht mehr gefahrlos ausüben können. Die ersten Stürze bei unseren älteren Aktiven sind noch glimpflich verlaufen. Hoffen wir, dass keine schlimmeren Verletzungen auftreten.“ Bei der Stadt, so versichert Jutta Pentling, würden weiterhin sämtliche Möglichkeiten bis hin zum Austauschen von Staubfiltern in der Lüftung geprüft. „Bisher gibt es nur die Beschwerde der Tischtennisspieler. Wir werden jetzt alle anderen Nutzer anschreiben und hören, welche Erfahrungen die mit dem Boden haben.“  

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