Stadt Iserlohn tendiert zu Abriss der Nebengebäude

Haus Ohle

HENNEN Abrissbagger oder eine Mediation als letzte Chance für die Nebengebäude von Haus Ohle? Die Neigung bei der Stadt Iserlohn stehe gegen einen solchen Vermittlungsversuch.

von Von Reinhard Schmitz

, 23.10.2009, 07:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Liebevoll restauriert haben Andrea und Hansjürgen Peters ihr Haus Ohle, das beim Kauf vor über 40 Jahren einer Ruine glich.

Liebevoll restauriert haben Andrea und Hansjürgen Peters ihr Haus Ohle, das beim Kauf vor über 40 Jahren einer Ruine glich.

Unbeantwortet bleibt damit immer noch die Frage von Mediator Prof. Steffen Gronemeyer (Paderborn). In einem Schreiben hatte dieser den Bürgermeister Anfang Oktober um Mitteilung gebeten, ob die Stadt einer Mediation durch den früheren Berliner Richter Prof. Carsten-Michael Ortloff zustimme. Vorausgegangen war – wie Bartels bestätigt – ein langes Gespräch bei Dr. Ahrens. Innerhalb von vier Monaten – so belegt ein Schreiben von Prof. Gronemeyer an Haus Ohle-Eigentümer Hansjürgen Peters – sollte die Mediation beendet werden. Um zu dokumentieren, dass man mit diesem Verfahren nicht die Vollstreckung des Abrissbescheides verzögern wolle, hatte Peters Vorleistungen angeboten, unter anderem den Abbruch seines schwarz gebauten Carports.

Immer bekundet Peters seine Bereitschaft zu einem finanziellen Interessenausgleich. „Ich würde das Geld einer caritativen Sache zuführen“, steht sein Angebot. Mit einem Schreiben will er sämtliche Ratspolitiker einladen, sich vor einem möglichen Abriss selbst ein Bild zu machen. Denn dieser wäre mit über 5000m³ umbauten Raumes in Deutschland wohl einmalig: „Er kommt ins Guinness-Buch der Rekorde.“ Am 30. Oktober ist damit wohl noch nicht zu rechnen. „Es muss noch hausintern entschieden werden, wann abgerissen wird“, erklärt Bartels. Es seien neue Dinge ins Gespräch gebracht worden, die allerdings nichts mit Denkmalschutz und den Wünschen der Heimatfreunde zu tun hätten. 

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