Ein Blick ins Walzwerk: Aufnahmen von Hoesch Schwerter Profile aus dem Jahr 2006. © Bernd Paulitschke (A)
Nicht-öffentliche Ratssitzung

Stadt Schwerte will Hoesch-Grundstück kaufen: Was das für die Arbeitsplätze bedeutet

Die Stadt will das Hoesch-Grundstück kaufen. Das wurde am Dienstagabend in einer nicht-öffentlichen Ratssitzung beschlossen. Der mögliche Kauf bedeutet auch Hoffnung für Arbeitsplätze bei Hoesch-Schwerter-Profile

Die Stadt will das Hoesch-Grundstück kaufen. Das beschloss der Rat am Dienstagabend einstimmig. In einer extra für diesen Tagesordnungspunkt einberufenen Ratssitzung wurde beschlossen, dass man dem Insolvenzverwalter ein Angebot machen wolle, hieß es gestern aus internen Quellen.

Zwei Kunden wollen das Walzwerk kaufen

Hintergrund ist nicht nur die Stadtentwicklung, sondern die Entwicklung bei Hoesch. Dem Vernehmen nach sind es zwei Kunden des Walzwerks, die sich zu einem Konsortium zusammen geschlossen haben und das Walzwerk übernehmen wollen. Allerdings, so hieß es, nur unter der Maßgabe, dass sie nicht das Grundstück mit kaufen müssen. Das sollte wohl an eine Immobilienfirma gehen. Doch hier hat die Stadt sich laut Ratssitzung ein Vorkaufsrecht gesichert.

Das heißt, zu dem Preis, zu dem das Areal an Dritte verkauft werden soll, darf es auch die Stadt kaufen. Damit wollte man auch dafür sorgen, dass in der erweiterten Innenstadt keine unliebsamen Projekte oder Brachflächen entstehen.

Grundsätzlich soll mit dem Kauf aber auch das Walzwerk gerettet werden. Denn das Firmenkonsortium mit den beiden Kunden von Hoesch will sich den Grundstücksteil, den man für die Produktion braucht, für zehn Jahre über Erbpacht sichern. Das würde in Schwerte Arbeitsplätze sichern.

Mehr Aufträge, als man bewältigen konnte

Aus Firmenkreisen hieß es in den vergangenen Wochen immer wieder, dass man im Walzwerk deutlich mehr Auftragsvolumen habe, als man bis zum geplanten Ende im Mai bewältigen könne.

Das Walzwerk ist der größte Werksteil auf dem Firmengelände und befindet sich seit vergangenem Jahr in der Insolvenz. Viele Rettungsversuche im Vorfeld scheiterten, viele Arbeitnehmer wurden bereits entlassen. Eigentlich wollte man nur noch bis Mai mit einer Rumpfmannschaft weiter produzieren.

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Heiko Mühlbauer

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