Stadt stoppt Baum-Fällung im Schwerter Wald

Durchforstung

Die Fällaktionen im Schwerter Wald sind vorerst gestoppt. Rund 2000 Festmeter wollte man in den nächsten zwei Monaten absägen. Doch erstmal werden dort keine Motorsägen zu hören sein. Grund sind jedoch nicht die Bedenken von Spaziergängern - es ist viel banaler.

SCHWERTE

, 30.01.2016, 05:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bäume, die im Schwerter Wald der Säge zum Opfer fallen sollen, sind schon markiert.

Die Bäume, die im Schwerter Wald der Säge zum Opfer fallen sollen, sind schon markiert.

Rund 2000 Festmeter wollte man in den nächsten zwei Monaten absägen. Ein Festmeter entspricht einem zehn Meter langen geraden Baumstamm mit einem Durchmesser von 35 Zentimetern (ohne Rinde). Doch die Stadt und das Forstamt haben sich darauf verständigt die Durchforstung des Waldes vorerst zurückzustellen. Das berichtete Bürgermeister Heinrich Böckelühr am Dienstagabend im zuständigen Ratsausschuss.

Kein Frost in Sicht

Hintergrund ist die Witterungslage: Bei der Planung hatte man darauf gesetzt, dass es eine längere Frostperiode gebe, um die schweren Forstmaschinen einsetzen zu können. „Die ist aber nicht in Sicht“, erklärte Böckelühr. Außerdem diene der Schwerter Wald ja nicht in erster Linie der Holzwirtschaft, sondern sei ein Naherholungsgebiet. Und was passiert, wenn man mit dem sogenannten Harvester bei regnerischem Wetter über die aufgeweichten Waldböden fährt, das könne man noch immer auf dem Ebberg sehen.

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Noch im Januar hatte die Stadt selbst die Forstmaßnahmen angekündigt. Man wollte damals Bestände westlich und östlich der B236 forstlichen Arbeiten unterziehen - darunter der Bereich südlich der Waldstraße, der Bestand nördlich des Mutter-Möller-Weges und der Bestand südlich des Zechenweges. Im Fokus waren alten Laub- und Nadelholzbestände. Ziel der Maßnahmen sei eine Verjüngung des Waldes dort.

Kritik wurde laut

In Leserbriefen in den Ruhr Nachrichten sowie auf unserer Facebook-Seite hatten Anwohner die Maßnahme angezweifelt und vor allem den Einsatz der schweren Maschinen kritisiert, die schon in anderen Bereichen des Schwerter Waldes im Einsatz waren.  

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