Stadtverwaltung hat Finanzen offen gelegt - Wenig Resonanz

Info-Veranstaltung

Die Resonanz auf die Info-Veranstaltung zum städtischen Haushalt war bescheiden. Etwa 25 Zuhörer, darunter zahlreiche Ratsmitglieder, waren gekommen, um sich die Ausführungen der Verwaltung zum Etat der Stadt anzuhören.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 19.10.2011, 19:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt Greven bekommt Zuweisungen vom Land Nordrhein-Westfalen.

Die Stadt Greven bekommt Zuweisungen vom Land Nordrhein-Westfalen.

Nicht nur die Kämmerei, sondern auch die Bereichsleiter der Fachverwaltungen waren eingeladen, um Kostenträger und Einnahmen zu erläutern. So wurde erklärt, warum die Stadt anders als die schwäbische Hausfrau mehr Geld ausgibt als sie einnimmt. Dass für manche Idee aus Berlin oder Düsseldorf am Ende doch die Kommune bezahlt. Ein zumindest in Ansätzen gute Botschaft hatte Kämmerer Peter Schubert im Gepäck: Die Gewerbesteuer sprudelt erheblich besser als prognostiziert. Ein plus von 19 Millionen Euro könne eingeplant werden.

Dafür droht neues Ungemach über die Kreisumlage. Der Landschaftverband habe nämlich bei sich selbst ein Finanzloch von 700 Millionen Euro entdeckt. Das müssen nun die Kreise und Städte stopfen. Die Kreise legen dies wiederum auf ihre Städte und Gemeinden um. Zweieinhalb Stunden legten die Stadtbediensteten ihre Finanzen offen und beantworteten auch die Fragen der wenigen Bürger. Da gab es selbst von der Opposition ein dickes Lob: „Das war richtig gut gemacht, schade dass nicht mehr Leute da waren“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Britta Santehanser.

Was allerdings nun aus dem von Teilen des Rates geforderten Bürgerhaushalt wird, ist nach der Resonanz auf diese Veranstaltung fraglich. „Ich glaube, es war dennoch ein gelungener Abend“, resümierte Böckelühr. Schließlich müsse in der Novembersitzung des Rates der Haushalt verabschiedet werden, wenn man noch ein paar Investitionen von der Kommunalaufsicht genehmigt bekommen wolle.

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