Nordwall wird in den Sommerferien zur Großbaustelle - Stadtwerke verlegen Leitungen

Schwerter Innenstadt

Zur Großbaustelle wird der Nordwall ab Montag, 15. Juli. In der Fahrbahn werden Fernwärmeleitungen vom Ruhrtal-Gymnasium bis zum künftigen Café Extrablatt verlegt. In mehreren Abschnitten.

Schwerte

, 11.07.2019, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nordwall wird in den Sommerferien zur Großbaustelle - Stadtwerke verlegen Leitungen

An der Einmündung der Hüsingstraße beginnt am Montag, 15. Juli, die gut sechswöchige Vollsperrung des Nordwalls. © Reinhard Schmitz

Zwei neue Großkunden haben die Stadtwerke für ihr Fernwärme-Projekt geangelt: Das künftige Café Extrablatt an der Ecke Hüsing-/Friedensstraße und die gegenüberliegende C&A-Filiale werden an das Netz angeschlossen, wie der Technische Leiter Martin John ankündigt. Für die Autofahrer bedeutet dies, dass der Nordwall für die gesamte Dauer der Schul-Sommerferien zur Großbaustelle und in beiden Richtungen komplett gesperrt wird. Denn bislang reichen die Fernwärme-Rohre von der Heizzentrale im Hallenbadkeller nur bis zum Ruhrtal-Gymnasium, so dass sie bis zum Café Extrablatt verlängert werden müssen. Das Verlegen ist nur im Fahrbahnbereich des Nordwalls möglich, da unter den Bürgersteigen bereits eine Vielzahl von anderen Versorgungsleitungen verbuddelt ist.

Ab 15. Juli wird in Zehn-Stunden-Schichten gearbeitet

„Wir arbeiten in zwei Bauabschnitten“, kündigt John an. Der erste beginnt am Montag, 15. Juli, mit der Vollsperrung des Nordwalls von der Einmündung Hüsingstraße bis zur Einmündung Kleppingstraße. Wenn dieser voraussichtlich bis zum 31. Juli fertiggestellt ist, wandert die Baustelle weiter auf den zweiten Abschnitt zwischen Kleppingstraße und Goethestraße. Um die Maßnahme möglichst in den gut sechswöchigen Sommerferien der Schulen abschließen zu können, soll in langen Schichten gearbeitet werden. „Mit Zehn-Stunden-Tag“, sagt John. Ausgehoben wird ein rund ein Meter breiter Graben unter dem Straßenasphalt. In diesem wird das Rohr mit einem Durchmesser von 35,5 Zentimetern verlegt, dessen Teilstücke vor Ort zusammengeschweißt werden müssen.

Für den Autoverkehr wird eine Umleitungsstrecke eingerichtet und ausgeschildert. Von Postplatz und Hüsingstraße aus gelangen sie auf einer großen Innenstadt-Runde über Westwall, Hagener-, Brück- und Ostenstraße zur Béthunestraße und schließlich zurück in die Wittekindstraße.

Stadtwerke sind seit 2012 im Fernwärme-Geschäft tätig

Ihr Fernwärme-Projekt hatten die Stadtwerke im Jahre 2012 als zusätzliches Geschäftsfeld gestartet. Im Technikkeller des Stadtbads an der Wittekindstraße wurde ein Brennwertkessel mit einer Heizleistung von 2000 Kilowatt installiert, der zwei Jahre später um ein Blockheizkraftwerk erweitert wurde. Dessen mit Gas betriebener Schiffsmotor kann weitere 500 Kilowatt Wärme sowie 385 Kilowatt elektrischen Strom erzeugen. Durch Rohre unter den Straßen fließt von dort aus gut 80 Grad heißes Wasser zu den Kunden. Erste Anschließer waren das Ruhrtal-Gymnasium (zu dem das Rohr über einen Schwenk durch die Körnerstraße verlegt ist) und eine Arztpraxis. Später kamen auch die Albert-Schweitzer-Schule und das Friedrich-Bährens-Gymnasium an das Fernwärmenetz.

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