Stahlservice-Center Hövelmann & Lueg entlässt ein Fünftel seiner Mitarbeiter

SCHWERTE Zum Sozialplan-Gespräch eilte Hubert Rosenthal, 1. Bevollmächtigter der Industriegewerkschaft Metall (IGM) am Montag zum Stahlservice-Center Hövelmann & Lueg: 58 der rund 250 Mitarbeiter des Unternehmens müssen zum 30. April gehen. Betroffen sind alle Bereiche von Produktion bis Verwaltung.

von Von Reinhard Schmitz

, 30.03.2009, 20:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stahlservice-Center Hövelmann & Lueg entlässt ein Fünftel seiner Mitarbeiter

zu: hövelmann sh Waggons mit Stahl warten auf dem fünfgleisigen Güterbahnhof von Hövelmann und Lueg. Foto: Reinhard Schmitz

"Wir hängen mit 50 Prozent unseres Absatzes am Automobil", erklärt Dr. Gerhard Erdmann, Sprecher der Geschäftsführung. In weiten Teilen wurde die Produktion vom Drei- auf Zwei-Schicht-Betrieb heruntergefahren. "Das ist für alle Beteiligten schlimm", bemüht sich Dr. Erdmann um eine "sozial ordentliche und faire" Lösung. Den betroffenen Mitarbeitern werde angeboten, mit 80 Prozent des letzten Lohnes für ein Jahr in die Transfergesellschaft Peag zu wechseln. Normal werde diese Möglichkeit nur für die Dauer der doppelten Kündigungsfrist plus einem Monat gewährt. Anschließend kann Arbeitslosengeld beantragt werden.

Auch die Höhe der Abfindungen für diejenigen, die nicht in die Peag wechseln, kann Rosenthal nicht kritisieren. Sie erhielten pro Jahr Betriebszugehörigkeit ein halbes Monatsgehalt – plus Zuschlägen, etwa für Kinder oder Schwerbehinderungen.

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