Steuererklärung ohne Papier: Schwerter Steuerberater für Digitalisierung ausgezeichnet

mlzDigitale Kanzlei

Wenn die Steuererklärung fällig wird, beginnt für viele Steuerzahler die Suche nach den Rechnungen. Ein Schwerter Steuerberater hat dafür digitale Lösungen gefunden.

Schwerte

, 10.02.2020, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2019 vergibt „DATEV“, die Genossenschaft der Steuerberater aus Nürnberg, das Label „Digitale Kanzlei“. Jährlich werden Steuerberatungsbüros ausgezeichnet, die eine hohe Digitalisierungsquote aufweisen können.

Die Kanzleien müssen verschiedene Kriterien erfüllen, die dann mit Hilfe einer Software berechnet werden. Das Label gilt für Mandanten als Nachweis für eine gute digitale Arbeit.

Erste Schwerter Kanzlei mit Label

Als erstes und bisher einziges Steuerberatungsbüro in Schwerte wurde in diesem Jahr die Kanzlei Winter und Weichelt aus Westhofen mit dem digitalen Label ausgezeichnet. „Ich freue mich sehr über dieses Label und dass unser konsequentes Festhalten an der Digitalisierung nun belohnt wird“, erklärt Steuerberater Frank Winter.

Seit Bestehen der Gemeinschaftskanzlei habe Winter zusammen mit seinem 2018 verstorbenen Partner Dirk Weichelt auf Digitalisierung gesetzt.

Papierlose Zusammenarbeit mit Mandanten

Mit den Mandanten arbeitet Steuerberater Winter weitestgehend papierlos. Das heißt, Belege und Rechnungen werden von Mandaten online für die Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Firmeninhaber erhalten ihre Auswertungen dann auch über ein Onlineportal wieder zurück.

Die aktuellste Neuerung bei Winter und Weichelt ist eine digitale Lösung für die private Einkommensteuererklärung. Belege können in ein Verzeichnis geladen und archiviert werden, so dass das übliche Zusammensuchen vor dem Fälligkeitsdatum entfällt.

Die fertige Steuererklärung wird dann ebenfalls digital zur Unterschrift bereitgestellt und anschließend an die Finanzverwaltung übermittelt. Auch Personalauswertungen für Mitarbeiter liegen für den Arbeitgeber und die Mitarbeiter in digitaler Form vor.

Mandanten sind weitestgehend begeistert

Die Rückmeldung der Mandanten auf die Neuerungen in der Kanzlei ist weitestgehend gut. „Manche Mandanten sind teilweise noch zurückhaltend, aber die meisten finden die Arbeit ohne Papier deutlich besser“, erklärt Winter. „Unser ältester Mandant ist sogar hellauf begeistert.“

Für die Zukunft nimmt sich Frank Winter vor, noch weniger Papier zu verbrauchen – ganz ohne geht es im Moment allerdings noch nicht. Grund dafür ist die fehlende Digitalisierung bei den Finanzämtern. In Zukunft will das Amt ihre Steuerbescheide allerdings auch in digitaler Form erlassen.

Im kommenden Jahr muss die Kanzlei die Bewertung für das Label „Digitale Kanzlei“ wieder neu durchlaufen. So will die Genossenschaft garantieren, dass alle ausgezeichneten Steuerberater auch up to date sind.

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