Streetworker für den Schwerter Stadtpark

Obdachlosen-Projekt

SCHWERTE Für die Obdachlosen im Schwerter Stadtpark fühlte sich niemand zuständig. Nun finanzieren Arge und Diakonie ein Projekt, das Lösungen finden soll für den Personenkreis rund um den Stadtpark.

von Von Nicole Giese

, 21.10.2009, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arge und Diakonie finanzieren das Projekt im Stadtpark.

Arge und Diakonie finanzieren das Projekt im Stadtpark.

Es folgten Gespräche zwischen Stadt, Diakonie und der Arge. Gut zwei Monate später präsentierten gestern Vertreter alle Kooperationspartner ihr neues Projekt. Rüdiger Rychlik, selbst Langzeitsarbeitloser, soll sich in den kommenden zwei Jahren um die Randgruppen der Stadt kümmern. Der 55-Jährige, der lange im kaufmännischen Bereich gearbeitet hat, aber auch einige Semester Sozialwissenschaften studierte, ist seit dem 15. Oktober im Einsatz. Die Diakonie übernimmt die Trägerschaft für die Stelle, die im Rahmen von „JobPerspektive“, einem Wiedereinstiegsprogramm für Langzeitarbeitslose, finanziert wird. Die Arge zahlt 75 Prozent der Kosten, die Stadt 25 Prozent.

„Wir sehen das Projekt als ernsthaften Versuch, ein Stück weit zu helfen und zu vermitteln“, betont Ulrich Groth, Geschäftsführer der Diakonie. Die Stadt wolle nicht die Verdrängung des Problems, sondern einen anderer Umgang damit, lobte er. Gleichzeitig warnte Groth davor, zu hohe Erwartungen in den neuen Streetworker zu setzen. „Es werden nur kleine Erfolge zu vermelden sein.“ Mit dem Haus der Diakonie in der Kötterbachstraße sei aber eine Anlaufstelle für alle Problemfälle vorhanden. Dort wird auch Rychlik seinen Platz haben – vorwiegend soll er aber direkt vor Ort ansprechbar sein.

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